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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Zu Peter Sloterdijks Zorn und Zeit
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Zu Peter Sloterdijks Zorn und Zeit

Zorn gestern. Zorn heute?

6 Seiten · 2,09 EUR
(April 2013)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeberinnen:

"Den Zorn besinge Göttin, des Achilles, des Peleussohns [...]" – mit dem Lob auf den Zorn beginnt Homers Ilias, die von den Schrecken des Kampfes um Troja erzählt, aber eben auch von einer Geburtsstunde Europas. "Für die Alten war der Heroismus die vitalste aller möglichen Stellungnahmen zu den Tatsachen des Lebens [...] In Berichten von Taten leuchtet die erste gute Nachricht auf: Unter der Sonne ereignet sich mehr als das Gleichgültige und Immergleiche", schreibt der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk in seinem Buch Zorn und Zeit. "Der Zorn ist nötig, und nichts kann ohne ihn durchgesetzt werden, wenn nicht er die Seele erfüllt und den Mut entzündet. Man darf ihn freilich nicht zum Führer sondern nur zum Mitstreiter nehmen", zitiert Sloterdijk Seneca. Das bürgerliche Zeitalter indes hat es, nachdem bereits das Christentum den Zorn zur Todsünde erklärt hatte, nicht mehr so mit dem Heldentum. Die post-heroische Zivilgesellschaft setzt auf andere Tugenden und empfindet Heldentum, soweit es mehr als eine romantische Erinnerung an vergangene Zeiten ist, eher als eine fragwürdige Stilisierung. Zorn gilt es zu bändigen und in jene rationalen Sozialtechniken zu transformieren, von denen die Ratgeber-Literatur aller Sparten voll ist. Leidenschaften wie Jähzorn, Wut, Hass und Rachsucht haben schon verheerendste Zerstörungen angerichtet. Doch kann der Zorn auch gerecht sein, und dann hat er auch noch "ein Ohr für die Vernunft", so Aristoteles. – Peter Sloterdijk ist dem Zorn auf die Spur gegangen und sieht die Gesellschaft in ihrem vorherrschenden Menschenbild und ihrem ökonomischen Selbstverständnis zu sehr von der libidinösen Energie des Habenwollens bestimmt. Er plädiert deshalb dafür, "die Ökonomie thymotisch zu reformieren".

Nicole Wiedingers gibt eine Einführung in die Gedanken Sloterdijks


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wir segeln in unerforschten Gewässern
Julia Böllhoff und Nicole Wiedinger (Hg.):
Wir segeln in unerforschten Gewässern
Die Autorin
Nicole Wiedinger
Nicole Wiedinger

M.A. phil., nach dem Studium der Philosophie, Theater- und Literaturwissenschaft war sie in verschiedenen Positionen und Projekten im Kunst- und Kultursektor engagiert. Seit 2001 ist sie Mitarbeiterin im Institut für Wirtschaftsgestaltung, dessen Aufgabe die Wirtschaftsphilosophische Forschung und Praxis ist. Sie führt das IfW Servicebüro und leitet als Gastgeberin den Wirtschaftsphilosophischen Club München sowie die Werkstattgespräche Berlin.

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