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Friday, September 20, 2019
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Zu den Anfängen akademischer Bildung für englische Frauen im 19. Jahrhundert – Ideologien und Determinanten
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Zu den Anfängen akademischer Bildung für englische Frauen im 19. Jahrhundert – Ideologien und Determinanten

22 Seiten · 3,81 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

In den Demokratien Westeuropas gehört der freie, uneingeschränkte Zugang zu den Universitäten und Hochschulen für beide Geschlechter zu den fundamentalen Errungenschaften der Zivilgesellschaft. Dabei ist die Geschichte der akademischen Bildung für Frauen relativ jung, denn erst 1869 gelang ihnen zum Beispiel in Großbritannien die Zulassung zum Studium. Der vorliegende Beitrag sucht mit dem Instrumentarium der Ideologiekritik exemplarisch für Großbritannien der Frage nachzugehen, welche hegemonialen Denkstrukturen den Frauen den Zugang zu den Universitäten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verwehrten und wie es gelang, patriarchalische Positionen aufzuweichen und zumindest partiell zu überwinden. Die thematische Beschränkung auf den höheren Bildungssektor impliziert eine Präferenz für den Genderaspekt, da ein Universitätsstudium in Großbritannien im 19. Jahrhundert ein nahezu exklusives Privileg der gehobenen Mittelschicht bzw. der Oberschicht war. Deren weibliche Mitglieder waren demzufolge mit männlichen Diskursen über die Rolle der Geschlechter in ihrer eigenen Klasse stärker konfrontiert als mit der laissez-faire Ideologie des Manchesterkapitalismus, die nur partiell als Fundament des Überlegenheitsdenkens viktorianischer Männer diente. Der Klassenaspekt tritt auch deshalb in den Hintergrund, weil die soziale und ökonomische Lage der arbeitenden Klasse andere Forderungen auf die politische Tagesordnung setzte als die nach dem gleichberechtigten Zugang für Frauen aus dieser Klasse zur Universität.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Frauen in der Ökonomie
Anka Gronert (Hg.):
Frauen in der Ökonomie
the author
Dr. Uwe Zagratzki
Uwe Zagratzki

studierte Anglistik, Politik und Geschichte. Er ist Dozent an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Arbeitsschwerpunkten Schottische und Kanadische Literatur; Scottish and Canadian Studies sowie Krieg und Literatur.