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Zu den Arbeitsmarktwirkungen des technischen Fortschritts
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Zu den Arbeitsmarktwirkungen des technischen Fortschritts

13 Seiten · 3,07 EUR
(07. Februar 2019)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Uwe Blien, Oliver Ludewig, Anja Rossen und Helge Sanner betonen in ihrem Beitrag "Zu den Arbeitsmarktwirkungen des technischen Fortschritts" die ökonomischen Rahmenbedingungen der Anwendungen und Diffusion neuer Technologien. Entscheidend für die Beschäftigungseffekte des technischen Fortschritts sei die Nachfragereaktion und -entwicklung auf den Gütermärkten. So wachse (falle) die Beschäftigung bei technischem Fortschritt, wenn die Produktnachfrage elastisch (unelastisch) sei. Dies bezeichnen die Autoren als das zentrale Theorem zu den Beschäftigungswirkungen des technischen Fortschritts. Unter Ermittlung der Preis- und Einkommenselastizitäten für jeden Wirtschaftszweig, bei Berücksichtigung zeitlicher Varianz im Rahmen eines Zustandsraummodells, sowie des Zusammenhangs zwischen technischem Fortschritt und Beschäftigung in einem zweistufigen Verfahren, gelangen Blien u.a. zu interessanten empirischen Befunden für die Bundesrepublik Deutschland für den Zeitraum 1976 bis 2004. Unter Auslassung der Jahre 1990-93 mit ihren einigungsbedingten Ausschlägen zeigt sich dabei für den Zeitraum nach 1993 ein deutlich geringerer Beschäftigungseffekt als für den Zeitraum bis 1989 bei gleichzeitig steigendem positiven Einfluss des Einkommens. Die Verfasser kritisieren zurecht die Analyse von Frey und Osborne als unvollständig, da sie die resultierenden Preis- und Mengenänderungen und damit die Nachfrageeffekte, eine wesentliche Komponente des Kompensationsprozesses, ausblenden. Hieraus entstehen übertrieben alarmistische Szenarien. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass drastische Konsequenzen von Produktivitätswirkungen der digitalen Revolution auf die Beschäftigungsentwicklung grundsätzlich ausgeschlossen seien. Eine weitere Herausforderung für den Arbeitsmarkt stellt in Deutschland die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns dar, dessen Auswirkungen sich auf die niedrig bezahlten Arbeitskräfte konzentrieren dürften.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Bedia Sahin (Hg.):
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
the authors
PD Dr. Uwe Blien
Uwe Blien

Bereichsleiter „Regionale Arbeitsmärkte“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

[weitere Titel]
Dr. Oliver Ludewig

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Regionalen Forschungsnetz des IAB (IAB Rheinland-Pfalz-Saarland, seit 2005). Zuvor war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Gemeinschaft, wo er sich über das Thema „Komplementäre Organisationspraktiken und strategisches Organisationsdesign – Mythen und Fakten“ promovierte. Derzeitige Interessensgebiete sind regionale Arbeitsmärkte insbesondere die regional variierenden Einflussfaktoren auf die Arbeitsnachfrage sowie empirische Organisationsforschung, insbesondere Organisationsdesign.

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