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Zu den Wollens- und Wissensgrundlagen wirtschaftlichen Handelns
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Zu den Wollens- und Wissensgrundlagen wirtschaftlichen Handelns

20 Seiten · 4,30 EUR
(20. Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Die weithin kritischen Bemerkungen zum "Homo oeconomicus" und die häufigen Forderungen nach besserem menschlichen Verhalten waren der unmittelbare Anlass zu meinem Thema. Dabei bewege ich mich nicht abseits vom "Mainstream", sondern im Unausgesprochenen der Standardkonzeptionen. Ich beginne beim "Homo oeconomicus" im weitesten Sinne und reklamiere dabei die Ausführungen von Lionel Robbins (1932) und Paul Krugman (1995) als bekannt. Was wird – wodurch – maximiert? Ich stelle sodann neben die Optimierung (als Maximierung z. B. von Gewinn oder Minimierung z. B. von Kosten) die Satisfizierung. Der Gedanke ist in der ökonomischen Weltliteratur neu – seit dem Nobelpreis an Herbert A. Simon (1916-2001), aber faktisch – mit Blick in die deutsche Wirtschaftsliteratur – schon älter. Dazu bringe ich drei Beispiele: den aufgeklärten Monopolisten nach Bernhard Pfister, den nachgiebigen Dyopolisten nach Wilhelm Krelle und den belastungsorientierten Bankier alter Art nach Wolfgang Stützel und anderen. Zur Abrundung wechsle ich in gesamtwirtschaftliche Entscheidungslagen: erstens nach dem Jonas-Imperativ, zweitens nach Ideen einer islamischen Marktwirtschaft mit Moral, drittens nach Wohlfahrtsmessungen mit Produzenten- und Konsumentenrenten und viertens nach evolutorischen Märkten. Das notwendige Wissen für eine Gesellschaft (Abschlussfrage zur Tagung) erfordert m. E. einige begriffliche und empirische Klärungen, wobei es wie seit der Gründung der "Econometric Society" im Jahre 1930 um dreierlei geht: eine Zusammenschau von (a) Wirtschaftstheorie oder Denkökonomik (wegen der Problemstellungen und Ergebnisdeutungen), (b) Ökonometrie (wegen der Test- und Schätzverfahren), (c) Wirtschaftsstatistik (wegen des Zustandekommens und der Fehlerrisiken statistischer Daten und sonstiger Informationen).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissen! Welches Wissen?
Katrin Hirte, Sebastian Thieme, Walter Otto Ötsch:
Wissen! Welches Wissen?
the author
Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c.. Adolf Wagner
Adolf Wagner

war Gründungsdirektor des Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung (IEW) der Universität Leipzig, vormals auch Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) der Universität Tübingen und Co-Direktor des Instituts für Sozial- und Familienpolitik der Universität Marburg sowie Lehrstuhlinhaber an den Universitäten Marburg, Tübingen und Leipzig. In 29 Jahren als Mitherausgeber der Zeitschrift "Nationalökonomie und Statistik" (davon 11 Jahre geschäftsführend) hat er auch Bücher für G. Mankiw, M. Taylor und P. Krugman übersetzt.

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