sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Umwelt  » Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit 
Zukunftsfähiges Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme
Downloadgröße:
ca. 603 kb

Zukunftsfähiges Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme

30 Seiten · 4,07 EUR
(July 2010)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

In diesem Beitrag soll eine kritisch-hermeneutische Bestandsaufnahme der zweiten Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie zum ökologischen Umbau mit dem Titel Zukunftsfähiges Deutschland erfolgen. Inklusive Literatur weist sie stolze 651 Seiten auf, fast 200 Seiten mehr als die erste Studie gleichen Titels (1996). Dies belegt, wie schwer es ist, die alte Losung E.F. Schumachers: small bzw. smaller is beautiful selbst in einem Text über die ökologische Zukunft praktisch zu befolgen. Die Länge des Buches rechtfertigt im Folgenden kurze Zusammenfassungen des Inhalts, da es nur wenige Menschen geben dürfte, die das Buch ganz gelesen haben. Ausgleichend wurden die sonst üblichen extensiven Literaturverweise minimiert. Zur Neuauflage, die mit 14,95 Euro sehr preisgünstig ist, motivierte u.a. der große Erfolg der ersten Studie, zu der Mitte der 1990er Jahre rund 1000 Veranstaltungen stattfanden und die auf breite Resonanz in der Öffentlichkeit stieß.

Auch die neue, durch Vorarbeiten (2006) ergänzte Studie ist als „Anstoß für eine breite gesellschaftliche Diskussion“, die sich dem Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und Allgemeinverständlichkeit stellt. Als Herausgeber firmieren Brot für die Welt, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed) und der BUND. Neben dem BUND wurde die erste Studie von Miserior mit herausgegeben, was damals (Katholiken!) für Aufsehen sorgte. Der teilweise Wechsel der Herausgeber ist nicht auf inhaltliche Differenzen zurückzuführen. Auf einer Website können Folien und eine gelungene Zusammenfassung von rund 45 Seiten sowie ein Überblick der Veranstaltungen zur Kampagne heruntergeladen werden. Zur Vorbereitung fanden mehrere Treffen für Multiplikatoren statt.

Die in weiten Teilen sehr elegant formulierte Studie verdient Berücksichtigung, da sie den bisherigen, domestizierten Weg der guten Absichten mit Weltkonferenzen, Agenden, Kinofilme (Al Gore), Nachhaltigkeitsstrategien usw., die einen Spaziergang in eine schöne, nachhaltige Welt suggerieren, grundsätzlich in Frage stellt und hiermit eine im ökologischen Diskurs minoritäre Richtung vertritt. Bereits im Vorwort wird klargestellt: „Grundlegende Veränderungen wurden nicht erreicht. Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen schwindet weiter in Deutschland, Europa und weltweit. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt weiter an, der Klimawandel ist in Gang und seine Folgen sind sichtbar … Kleine Kurskorrekturen reichen nicht. Größere Kursänderungen sind von der Politik offenbar nicht gewollt … Das Modell grenzenlosen materiellen Wachstums in einer physisch begrenzten Welt ist überholt“. Es wird zu fragen sein, was für die Verfasser der Studie aus diesem u.E. zutreffenden, radikalen Befund folgt. Bereits in der früheren Studie wurde ein Ende dieser unheilvollen Entwicklungen eingefordert, was vor einem Jahrzehnt von Vielen noch als Alarmismus abgetan wurde. Ihre kritischen Prognosen haben sich zwischenzeitlich als zutreffend erwiesen: Die Natur schlägt offenkundig zurück.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
Harald Hagemann, Michael von Hauff (Hg.):
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
the author
Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
Helge Peukert

Masterstudiengang Plurale Ökonomik,Universität Siegen. Forschungsschwerpunkte: Finanzwissenschaft, Geld- und Finanzmärkte, Plurale und heterodoxe ökonomische Theoriebildung.

[weitere Titel]