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Zum Stand der Forschung zur Klimaanpassung von Unternehmen
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Zum Stand der Forschung zur Klimaanpassung von Unternehmen

16 Seiten · 2,98 EUR
(25. April 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Seit einigen Jahren nehmen Unternehmen das Thema Klimawandel (climate change) nicht nur verstärkt wahr, sondern ziehen daraus auch zunehmend strategische und operative Schlüsse. Gründe hierfür sind die verstärkte öffentliche und politische Debatte, neue staatliche Regulierungsregime, wie z.B. der Emissionsrechtehandel, die gezielte Förderung erneuerbarer Energien sowie Vorschriften zur energieeffizienten Produktgestaltung. Die globale Rohstoffverknappung, steigende Energiekosten und die Aussicht auf Wettbewerbsvorteile sind weitere bedeutende Faktoren, die Unternehmen dazu veranlassen, sich zunehmend mit dem Thema Klimawandel zu befassen. Bis dato beziehen Unternehmen die Bedeutung des Klimawandels jedoch fast ausschließlich auf die Notwendigkeit, klimawirksame Emissionen zu verringern. Dies ist insofern konsequent, weil Unternehmen wesentliche Mitverursacher des Klimawandels sind und deshalb in der Verantwortung stehen, Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen (mitigation). Zusätzlich zum Klimaschutz sollten aber auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (adaptation) in Unternehmen aufgrund der verzögerten Reaktionszeit des Klimasystems zunehmend an Bedeutung gewinnen, denn laut Ott und Richter (2008) ist die Anpassung aufgrund "der um ca. 30 Jahre verzögerten Reaktionszeit des Klimasystems unumgänglich. Denn selbst im Fall drastischer Emissionsminderungen wird eine Veränderung des Klimas stattfinden." (Ott/Richter 2008, 5) D.h. in den nächsten Jahrzehnten werden Klimaschutzmaßnahmen durch Klimaanpassungsmaßnahmen ergänzt werden müssen, da direkte und indirekte ad-hoc Störungen (wie z.B. extreme Niederschlagsereignisse oder extremes Hochwasser) sowie kontinuierliche Veränderungen (wie z.B. die Zunahme der mittleren Jahrestemperatur oder Veränderungen von Märkten) aufgrund des Klimawandels zunehmen werden. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko, dass Wettbewerbsvorteile, die betriebswirtschaftliche Leistungsfähigkeit und letztendlich auch die Überlebensfähigkeit von Unternehmen und ganzen Wirtschaftsbranchen in bedeutendem Maß beeinträchtigt werden können.

Aus systemischer Perspektive, die Günther et al. (2007) einnehmen, ist die Anpassung von Unternehmen von herausragender Bedeutung, da "bei diskontinuierlichen Veränderungen des ökologischen Systems erhebliche Auswirkungen für das Umsystem entstehen, die über die physisch zuordenbaren Extremwetterereignisse hinausgehen, da sie zu Veränderungen in den Umsystemen des Unternehmens, wie etwa dem Wirtschaftssystem führen." Die Autoren führen weiterhin an, dass aufgrund der Komplexität der Systemzusammenhänge über die direkten Einwirkungen des Klimawandels hinaus indirekte mittel- bis langfristige Veränderungen auftreten können, wie beispielweise die Veränderung des Konsumentenverhaltens. Die Folgen des Klimawandels bedeuten aber nicht nur Risiken und Unsicherheiten, sondern auch Chancen für Unternehmen und ganze Branchen. In der betriebswirtschaftlichen Literatur werden daher auch chancenorientierte Perspektiven diskutiert. Der Fokus liegt hierbei auf den Themenfeldern Lernen und Innovation.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Klimaanpassungsstrategien von Unternehmen
André Karczmarzyk, Reinhard Pfriem (Hg.):
Klimaanpassungsstrategien von Unternehmen
the authors
Prof. Dr. Klaus Fichter
Klaus Fichter

ist apl. Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Direktor der Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gemeinnützige GmbH, Berlin. Forschungsschwerpunkte: Sustainable Entrepreneurship, Nachhaltigkeitsinnovationen, Innovations- und Gründungsökosysteme.

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Tina Stecher

Dipl.-Geogr., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Mitglied des Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS). Im Mittelpunkt ihrer Forschungstätigkeit stehen unternehmerische Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, Eco-Entrepreneurship sowie empirische Methoden.

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