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Zur Interdependenz von Geld- und Lohnpolitik
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Zur Interdependenz von Geld- und Lohnpolitik

Makroökonometrische Ex-post und Ex-ante Simulationen verschiedener Szenarien für die Bundesrepublik Deutschland

44 Seiten · 5,32 EUR
(22. November 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Die Autoren beschreiben zunächst die Interdependenzen der autonomen Politikbereiche Geld- und Tarifpolitik, die eine eindeutige Zuordnung von wirtschaftspolitischen Zielen, handelnden Akteuren und deren Instrumentatrium in einem linearen, teleologischen Kontext unmöglich macht. Statt des neu-monetaristischen ‚Assignment‘ bedarfs es deshalb einer koordinierten Strategie, in der die Tarifpolitik neben der Orientierung am Verteilungsziel des Produktivitätszuwachses auch die Preisstabilisierung im Auge hat, während die Geldpolitik in symmetrischer Weise auf Inflationsentwicklungen reagiert und, wenn keine Inflationsgefahr besteht, die Geldpolitik somit in den Dienst der Beschäftigungs- und Wachstumspolitik stellt. Mithilfe eines ökonometrischen Simulationsmodelles, dass sich dem postkeynesianischen Paradigma verpflichtet fühlt, werden nun verschiedene Politikszenarien durchgespielt und deren Effekte quantitativ beschrieben: Wird isoliert eine produktivitätsorientierte Tarifpolitik nach der Meinhold-Formel für die Bundesrepublik Deutschland bzw. die Europäische Union simuliert, so ergeben sich nur geringfügig positive Effekte auf die Beschäftigung bzw. die Arbeitslosigkeit, während allerdings gleichzeitig die Inflationsrate um etwa einen halben Prozentpunkt anzieht. Wird ebenfalls isoliert eine symmetrische Geldpolitik für die Bundesrepublik (ex post) simuliert, so steigt der Beschäftigungs- und Wachstumseffekt bereits erheblich an (es ergibt sich ein Beschäftigungszuwachs von etwa 170.000), während die Inflationsrate weitgehend konstant verbleibt. Bei einer Kombination beider Politikkonzeptionen ergibt sich (ex post) für den Zeitraum von 1991–2000 immerhin ein Beschäftigungsgewinn von 320.000 zusätzlichen Stellen, (ex ante) für den Zeitraum von 2001–2006 von 252.000 zusätzlichen Stellen, wobei in letzterem Falle die Inflationsrate sogar weitgehend unverändert verbleiben könnte. Insgesamt verweisen diese Simulationsergebnisse also auf die beschränkten Möglichkeiten der Tarifpolitik, beschäftigungspolitische Impulse zu setzen, aber auch Tarif- und Geldpolitik gemeinsam haben nur beschränkte Anstoßeffekte. Es bedarf also zusätzlich finanzpolitischer Impulse.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Prof. Dr. Achim Truger
Achim Truger

geb. 1969, ist Professor für Sozioökonomie mit Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen an der Universität Duisburg-Essen, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Senior Research Fellow am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

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Prof. Dr. Eckhard Hein
Eckhard Hein

geb. 1963, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), Co-Direktor des Institute for International Political Economy Berlin (IPE) und Research Associate am Levy Economics Institute of Bard College, Annandale-on-Hudson, New York, und am Centre d’Économie de l’Université Paris-Nord (CEPN).

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Klaus Bartsch

Ökonometrische Prognose- und Simulationsmodelle, Rotenburg a.d. Wümme.

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