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Zur Neuen Politischen Ökonomie von Wachstum und Verteilung
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Zur Neuen Politischen Ökonomie von Wachstum und Verteilung

Grundlegende Wirkungslogik und theoretische Robustheit

29 Seiten · 5,36 EUR
(Juli 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Josten/Truger analysieren den von Vertretern der Neuen Politischen Ökonomie angenommenen Zusammenhang von Wachstum und Verteilung. Die herrschende Lehrmeinung des polit-ökonomischen Ansatzes (Public-Choice-Modell) geht von der Existenz eines unvermeidbaren Zielkonfliktes zwischen möglichst gleichmäßiger Einkommensverteilung einerseits und hohem Wirtschaftswachstum andererseits aus. Diese Modelle beruhen auf drei zentralen wirkungslogischen Prämissen: (1) höhere Ungleichheit führt zu mehr Umverteilung, (2) mehr Umverteilung kann nur durch verzerrende Steuern erreicht werden und (3) verzerrende Steuern senken das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Ziel des vorliegenden Beitrags ist neben einer exemplarischen Darlegung des polit-ökonomischen Übertragungsweges zwischen Verteilung und Wachstum eine Systematisierung und Erweiterung dieser bisher nur verstreut vorliegenden respektive nur angedeuteten theoretischen Kritik. Josten/Truger stellen die empirische Relevanz der polit-ökonomischen Modelle grundsätzlich in Frage, indem sie zeigen, dass der in ihnen abgebildete Wachstums- und Verteilungszusammenhang auf modellimmanenten Wirkungsmechanismen beruht, die gegen für den vorliegenden Erkenntniszweck relevante Variationen in den grundlegenden Modellbausteinen nicht hinreichend robust sind. Im Einzelnen zeigt sich, dass der unterstellte Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wachstum sich in sein Gegenteil verkehrt, wenn der politische Einfluss von Interessengruppen einbezogen wird; die Menge der verfügbaren Politik-Instrumente erweitert wird; Kapitalmärkte unvollkommen sind oder soziale Hintergrundbedingungen die Ungleichheit beeinflussen. Darüber hinaus ist die Umverteilungsrichtung auf eine Veränderung der Ungleichheit nicht mehr allgemein bestimmbar, wenn folgende Modifikationen zugelassen werden: Mehrdimensionale steuerpolitische Entscheidungen; Nettoverteilungseffekte einer erweiterten Menge von Instrumenten; endogene politische Beteiligung sowie endogene politische Präferenzen. Erklärungen für den empirisch beobachtbaren negativen Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wirtschaftswachstum müssen daher anderweitig gesucht werden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ungleichheit und Umverteilung
Anne van Aaken, Gerd Grözinger (Hg.):
Ungleichheit und Umverteilung
the authors
Prof. Dr. Achim Truger
Achim Truger

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin. Seit 2019 Professur für Sozioökonomie mit Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen am Institut für Sozioökonomie an der Uni Duisburg-Essen

[weitere Titel]
Dr. Stefan D. Josten

wissenschaftlicher Assistent am Institut für Finanzwissenschaft der Universität der Bundeswehr, Hamburg.