sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Monday, August 26, 2019
 Startseite
Zur Programmatik einer kulturwissenschaftlichen Beratungsforschung
Downloadgröße:
ca. 530 kb

Zur Programmatik einer kulturwissenschaftlichen Beratungsforschung

28 Seiten · 3,60 EUR
(August 2006)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

Aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung findet Unternehmensberatung vermehrt Eingang in die wissenschaftliche Diskussion. Wenngleich nach wie vor eine Lücke zwischen praktischer Bedeutung und theoretischer Durchdringung zu beklagen ist, stimmt zuversichtlich, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung von Unternehmensberatung nach der Anfang der 1990er konstatierten „Empirie- und Theorieflaute“ wieder aktiver angegangen wird.

Tatsächlich ist eine Zunahme an wissenschaftlich fundierten Arbeiten zu beobachten. Mittlerweile liegen gut segmentierte deskriptive Beschreibungen zur Unternehmensberatung vor, die heterogenes Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen aufarbeiten. Damit ist die Beratungsforschung insbesondere in den letzten Jahren durch Arbeiten wirtschaftsnaher Disziplinen, aber auch durch Beiträge anderer Disziplinen wie der Psychologie, der Sozial-Pädagogik und der Soziologie, um ein gutes Stück vorangebracht worden. Ansätze aus Richtung der Dienstleistungstheorie, der neuen Institutionenökonomie, und systemtheoretischer und systemisch-evolutionärer Provenienz haben Perspektiven entfaltet, die unterschiedliche Schattierungen des komplexen Beratungsphänomens freilegen.

Bemerkenswert ist dabei jedoch die Vernachlässigung kultureller Aspekte. Diese Beobachtung deckt sich mit einem Fazit von Armbrüster/Kieser. In ihrer Sammelrezension zur Managementberatung stellen sie fest, dass Abhandlungen, die das Beratungsphänomen in kulturelle Zusammenhänge einbetten, bislang noch nicht existieren. Dies erstaunt umso mehr, als Kultur immer wieder für die Erklärung der Erfolgswahrscheinlichkeit von Beratung herangezogen wird – wenngleich in überwiegend impliziter Form. Davon zeugen beispielsweise häufig anzutreffende Forderungen, die immer wieder auf die „Chemiestimmigkeit“ in der Berater-Klient-Beziehung hinweisen. Zudem sind wichtige kulturrelevante Fragestellungen, die über die Betrachtung der Berater-Klient- Beziehung hinausgehen, noch nicht weiter aufgegriffen worden. Was darüber hinaus fehlt, ist ein kulturwissenschaftliches Systematisierungsraster, das es erlaubt, gleichermaßen bestehendes und neues Wissen analytisch einzuordnen.

Der vorliegende Beitrag versucht, dieses „cultural gap“ der Beratungsforschung mit einem Systematisierungsvorschlag zu schließen. Dazu werden im folgenden zunächst vier Analyseebenen formal und inhaltlich unterschieden. Vor diesem Hintergrund werden weitere Überlegungen angestellt und Potenziale für die Verfeinerung und Erweiterung einer kulturwissenschaftlichen Forschungsprogrammatik aufgezeigt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
Forschungsgruppe Unternehmen und gesellschaftliche Organisation (FUGO):
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
the author
Jun.-Prof. Dr. Michael Mohe
Michael Mohe

Juniorprofessor für Business Consulting an der Universität Oldenburg.

[weitere Titel]