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Zwickmühlen der europäischen Geldpolitik: Muddling Through mit John Maynard Friedman?
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Zwickmühlen der europäischen Geldpolitik: Muddling Through mit John Maynard Friedman?

33 Seiten · 4,37 EUR
(22. November 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Michael Heine und Hansjörg Herr stellen zunächst die sogenannte ‚Zwei-Säulen-Strategie‘ der EZB dar, die dem Ziel der Preisniveaustabilität dienen soll, dem die EZB verpflichtet ist. Diese Strategie verbindet den neoklassisch-monetaristischen Ansatz der Geldmengensteuerung mit dem eher keynesianischen Konzept einer diskretionären Geldpolitik, die an einem Indikatorenbündel orientiert ist – zwei durchaus konkurriende Ansätze der Inflationserklärung. Während das neoklassisch-monetaristische Geldmengenkonzept die Inflation letztlich immer zu einem monetären Problem erklärt und allein der Notenbank die Verantwortung zur Preisniveaustabilisierung zuweist, anerkennt der keynesianische Ansatz auch äußer-monetäre Inflationsursachen wie Einkommens- und Nachfrageimpulse. Beide Konzepte zusammen können aber durchaus konfligieren, wenn die endogene Erhöhung der Geldmenge als Ergebnis einer Nachfrageinflation quantitätstheoretisch als Inflationssignal gedeutet wird – eine restriktive Geldpolitik zur Kontraktion der Geldmenge (bzw. Reduktion des Geldmengenwachstums) wäre dann dysfunktional. Diese Gemengelage geldpolitischer Zwischenziele – Geldmengenwachstum, direkte Preisentwicklung oder gar die Wechselkursentwicklung zwischen dem Euro und dem US-Dollar – beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit der EZB und reduziert ihre Kommunikationsmöglichkeiten und Signalwirkung für die ökonomischen Akteure. Allerdings mag dies der Tribut an die Unübersichtlichkeit eines Multiwährungsstandards sein, der zumindest den Einsatz der Geldpolitik für rein binnenwirtschaftliche Ziele verbietet.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Prof. Dr. Michael Heine
Michael Heine

war bis 2015 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Von 2006 bis 2014 war er Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geldpolitik, Postkeynesianismus und Regionalökonomie. Europäische Währungspolitik.

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Prof. em. Dr. Hansjörg Herr
Hansjörg Herr

war bis 2016 Professor für Supranationale Integration an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind monetäre Makroökonomie, Entwicklungsökonomie und europäische Integration. Er ist einer der Gründer der Global Labour University.

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