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Zwischen Reputation und Legitimation
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Zwischen Reputation und Legitimation

Alle reden vom Stakeholdermanagement …

18 Seiten · 4,93 EUR
(03. November 2008)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Der Artikel von Reinhard Pfriem ist eine sehr lehrreiche Diskussion der vorhandenen betriebswirtschaftlichen Ansätze zum Stakeholdermanagement, denen er durchweg attestiert, dass es sich bei ihnen noch keineswegs um eine Theorie handelte, sondern allenfalls um den Zugang zum Aufbau einer solchen Theorie. Sein eigenes Stakeholdermodell hebt vor allen Dingen darauf ab, dass die mögliche wechselseitige Beeinflussung von Stakeholdern die Grunderkenntnis jedes strategisches Managements sein muss. Nur dann, so Pfriem, wenn ein Unternehmen realisiert, dass sowohl seine eigene Erscheinungsweise als auch die dieser angemessenen Strategie nicht nur von ihm selbst, sondern eben auch von seinen Stakeholdern mitdefiniert wird, kann es das dualistische Bild seiner selbst überwinden, wo auf der einen Seite die Arbeitnehmer und auf der anderen Seite die Geschäftsleitung stehen. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Reputation und Legitimation der Führung eines solchen Unternehmens in einer neuen Dimension gesehen werden müssen, die – in der Konnotation Reinhard Pfriems – der kulturalistische Bezugsrahmen des Unternehmens ist. Nichtmehrsteuerbarkeit und das Ende stratifikatorischer Verhältnisse lassen sich dann eben deuten – und dies ist der kulturalistische Aspekt – als der Versuch von Gesellschaften und Unternehmen, kulturelle Orientierungen zu bieten, um damit Aufmerksamkeit, Anerkennung und auch Hegemonie zu erlangen. Diese interessante These fügt der Stakeholderdiskussion einen neuen Aspekt hinzu, dies umso mehr, als er in Übereinstimmung mit der Governanceethik darauf hinweist, dass es nicht die Stakeholderkonzeption ist, die die Probleme löst, sondern die angemessene Form einer Governance der Stakeholder für die zu lösenden Probleme.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. (i. R.) Dr.  Reinhard Pfriem
Reinhard Pfriem

nach Kindheit und Jugend in Wuppertal Studium von Philosophie und Politikwissenschaft in Westberlin und Wirtschaftswissenschaften in Bochum. Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal und Habilitation an der Universität St. Gallen. Ab 1985 Initiator und geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Westberlin, ab 1991 zunächst Lehrstuhlvertretung, dann bis zur Pensionierung Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und Betriebliche Umweltpolitik an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg.

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