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Sonntag, 16. Dezember 2018
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eGovernment und Political Directness
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eGovernment und Political Directness

Erste Überlegungen zur Virtualisierung des Staates

54 Seiten · 9,26 EUR
(März 2001)

 
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Aus der Einleitung:

Der größte Markt ist der Staat. Ökonomische Phantasien entstehen in den letzten Jahren gerade in jenem Sektor, in dem man sie als letztes erwartet hätte. Einem Sektor der, wenn er nach betriebswirtschaftlichen Rechnungslegungsmethoden geführt würde, bereits längst Konkurs anmelden müßte: im öffentlichen Sektor. Lesen wir derzeit die mediengerecht im Internet abgelegten White Papers vieler Regierungen weltweit – sei es Singapur, Nord Amerika, Australien oder auch England –, dann bekommen wir ein Gefühl dafür, wie infizierend die so genannte New Economy auch für den Staat und für die politischen Systeme wirkt. Virale Business Plan-ähnliche Konzepte für eine elektronische Regierung (electronic government) haben seit der Jahrtausendwende Hochkonjunktur. Der größte Markt ist der non-market.

Der elektronische Virus bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Politik bzw. ihre Organisation, insbesondere für das Verhältnis von Politik, Staat, Verwaltung und Bürgern. Die bisherigen Diskussionen zum Thema ‚Internet und Demokratie‘ bleiben überwiegend noch zu vorsichtig bezüglich der Erörterung dieser Konsequenzen. Denn sie sind vermutlich organisatorisch radikaler und politisch brisanter als das, was bisher gedacht wurde: „the true complexities of the concept [of eGovernment] are starting to become visible“. Diese Komplexitäten fordern auch neue Theorieangebote zur Beschreibung dieser sich dynamisierenden Verhältnisse.

Mit dem eGovernment erleben wir in den nächsten Jahren die dritte Revolution im Internet – nach dem electronic commerce von Unternehmen und ihren Kunden (business to consumer, B2C) und dem electronic business zwischen Unternehmen (business to business, B2B). Electronic Government ist gleichzeitig – wie wir ausführen werden – die unblutigste Revolution mit eingebauter Permanenz: die Wiedereinführung des Politischen in die Politik.

Dieser Beitrag skizziert zunächst die paradoxen Herausforderungen der Staatsorganisation und des politischen Handelns, um ein Verständnis für diese Entwicklung zu bekommen. Entgegen des vielfach reduzierten Verständnisses wird im weiteren anhand von vier P-Trends des e-Governments,

1. prosumerism and citizen empowerment,

2. policy networks and new governance (co-opetition),

3. procurement and federal supply chain management, and

4. public memory and knowledge management

ein integriertes Modell vorgestellt – unter Einbeziehung erster praktischer Experimente sowie Theorieangebote.

Abschließend werden die Auswirkungen dieser neuen Ausrichtung anhand von Hypothesen hinsichtlich ihres tatsächlichen Lösungscharakters hinterfragt und die Probleme dieser neuen Lösungen diskutiert.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
e-conomy 2.0
Michael Hutter (Hg.):
e-conomy 2.0
Die Autoren
Prof. Dr. Birger P. Priddat
Birger P. Priddat

geb. 1950, arbeitet an Themen zwischen Philosophie und Wirtschaft, vor allem auch an der Theoriegeschichte der Ökonomie. Er ist Professor für Wirtschaft und Philosophie an der Universität Witten/Herdecke.

[weitere Titel]
Prof. Dr. Stephan Jansen
Stephan Jansen

seit 1.9.2003 Gründungspräsident und Geschäftsführer der Zeppelin University gGmbH und Inhaber des Lehrstuhls für Strategische Organisation & Finanzierung.

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