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'Mehr', 'besser', 'anders'
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'Mehr', 'besser', 'anders'

Über den Steigerungsanspruch der Ökonomie

37 Seiten · 4,48 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Die Ökonomie ist die einzige Sozialwissenschaft, die – zurecht: was sonst? – den Anspruch erhebt, eine Theorie der Effizienz zu sein. Wenn wir von effizienter Allokation reden, reden wir von einem System. Das System besteht aus Elementen, die als rational actors ausgewiesen werden. Ihre Effizienz besteht darin, rational zu entscheiden (rational choice), d.h. die beste aus gegebenen Alternativen zu wählen. Wenn alle Akteure rational entscheiden, schließt sich der Markt idealerweise zu einem Effizienzgleichgewicht auf. Das erscheint uns als so selbstverständlich, dass wir nicht mehr zu fragen gewohnt sind, worauf sich dieser Anspruch gründet. Die Annahme, dass Märkte Optimierungs- bzw. Nutzenmaximierungszusammenhänge sind, ist aber nur bedingt haltbar und eher ein großes Narrativ als eine strenge Theorie. Die evolutionäre Ökonomik, die Hayek’sche Marktprozesstheorie, die Nichtlinearitätskonzeptionen (z.B. Sornette, Mandelbrot/Hudson) sehen das anders. Auch wenn wir z.B. Märkte als Transaktionsfelder betrachten (Fligstein/McAdam), die nicht von rational choice dominiert werden, sondern z.B. mannigfaltige bilaterale Koordinationen jeweils zweier Aktanden in Anschlag bringen (Kirman), die jedes Verhalten zulassen, können wir die Effizienzbehauptung nicht mehr durchgehend gelten lassen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger Priddat (Hg.):
Was ist?
the author
Prof. Dr. Birger P. Priddat
Birger P. Priddat

geb. 1950, Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie, Wirtschaftsfakultät, Universität Witten/Herdecke; arbeitet an Themen zwischen Philosophie und Wirtschaft, vor allem auch an der Theoriegeschichte der Ökonomie.

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