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(Re)Produktivität als Kategorie Vorsorgenden Wirtschaftens
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(Re)Produktivität als Kategorie Vorsorgenden Wirtschaftens

22 Seiten · 3,65 EUR
(20. März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

In der Perspektive auf Nachhaltigkeit formulierte das Netzwerk seinerzeit die Kritik, dass die tradierte Ökonomik beides, die physisch-ökologischen und die (sozial-)weiblichen Leistungen ausblende und dass mithin die ökonomische Praxis systematisch die physischen und sozialen Quellen der Wertschöpfung untergrabe. Das Leben in der gegenwärtigen Gesellschaft ist nicht nachhaltig. Dies ist auch die Folge eines theoretisch reduzierten Verständnisses von Ökonomie und einer dadurch geprägten falschen ökonomischen Praxis. Dieser Wirtschaftsweise kann es nicht gelingen, ihre ökologischen und sozialen Grundlagen zu erhalten und zu erneuern. Verbindung von Produktion mit Reproduktion – wie kann das gelingen? Einer Antwort auf diese Frage sind wir beide seit einigen Jahren auf der Spur.

Gefunden haben wir die Kategorie (Re)Produktivität. Um diese Kategoriegeht es im vorliegenden Beitrag. Was meinen wir dabei mit Produktivität? Wir meinen damit die lebendige Produktivität – die der Natur und den Menschen immanente Kraft, Neues zu schaffen. Aus dieser Perspektive gibt es keine Differenz zwischen Produktion und Reproduktion. Herstellen und Wiederherstellen fallen in eins. Erhalten und Erneuern der produktiven Grundlagen – gemäß dem Gebot der Nachhaltigkeit – bezieht sich auf alle diese Kräfte. (Re)Produktivität deutet diese prozessuale Einheit aus und verweist damit auf ein Produktivitätskonzept, das zur Nachhaltigkeit passt. Im Folgenden leiten wir zunächst die Kategorie (Re)Produktivität aus der kritischen Analyse der Trennungsstruktur Produktion vs. "Reproduktion", die den Marktökonomien der Moderne inhärent ist, her (2). Auf dieser Basis können wir zeigen, dass und wie diese Kategorie dazu beizutragen vermag, die Trennungsstruktur in einer einzigen Perspektive auf die sozial lebensweltliche und auf die physisch ökologische Produktivität analytisch aufzuheben – als Vermittlungskategorie (3). Der Modus einer nachhaltigen Regulation des Wirtschaftens wird skizziert (4) und auf die Handlungsprinzipien des Vorsorgenden Wirtschaftens, Vorsorge, Kooperation und Orientierung am für das Gute Leben Notwendigen, gespiegelt (5). Die verschiedenen Dimensionen sozial-ökologischer Transformationsprozesse hin zu einer nachhaltigen Entwicklung werden in der Perspektive auf (re)produktives, vorsorgendes Wirtschaften verdeutlicht (6). Der Beitrag wird durch einen Ausblick auf die Forschungsbedarfe zur Weiterentwicklung des Konzepts (Re)Produktivität im Kontext des Vorsorgenden Wirtschaftens abgerundet (7).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wege Vorsorgenden Wirtschaftens
Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften:
Wege Vorsorgenden Wirtschaftens
the authors
Prof. Dr. em. Adelheid Biesecker
Adelheid Biesecker

bis 2004 Professorin für Ökonomische Theorie unter besonderer Berücksichtigung ihrer gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen an der Universität Bremen. Seitdem zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte ökonomischer Theorie, Mikroökonomik aus sozial-ökologischer Perspektive, Ökologische Ökonomik, Feministische Ökonomik und Zukunft der Arbeit.

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Prof. Dr. Sabine Hofmeister
Sabine Hofmeister

Dr. Ing. Landschaftsplanerin und Leiterin des Fachs Umweltplanung an der Universität Lüneburg

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