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Mittwoch, 22. August 2018
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Chancengerechtigkeit durch frühkindliche Förderung
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Chancengerechtigkeit durch frühkindliche Förderung

15 Seiten · 3,21 EUR
(September 2004)

 
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Aus der Einleitung:

Die Gleichheit der Bildungschancen stellte von Beginn der Bundesrepublik an eine zentrale Forderung an das Bildungssystem dar. Trotz der Reformbemühungen in den 50er und 70er Jahren ist unbestritten, dass der Einfluss des sozialen Hintergrunds auf den Bildungsverlauf nach wie vor signifikant ist. Darüber hinaus sind andere Zuweisungsmerkmale von Bildungsungleichheit in den Blickpunkt gerückt. Insbesondere Bürger ausländischer Herkunft, Spätaussiedler und Asylanten sind schlechter ausgebildet und haben insgesamt die schlechtesten Bildungschancen aller sozialen Gruppen. Es hat sich herauskristallisiert, dass der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule, insbesondere ins Gymnasium, eine entscheidende Selektionshürde bezüglich späterer Bildungs- und Berufskarrieren darstellt.

Die Feststellung, dass die ungleiche Bildungsbeteiligung nach wie vor für die Bürger lebensbegleitend folgenreich ist, lässt nach neuen Wegen zu mehr Chancengleichheit suchen. Ein Bereich, der in der bildungspolitischen Diskussion bisher eine Randexistenz geführt hat, ist der frühkindliche Bildungsbereich. Kindertagesstätten, Kindergärten sowie Vorschulen, die den Auftrag haben, zu einem möglichst frühen Entwicklungszeitpunkt basale Kompetenzen zu vermitteln, können entscheidend für die Nutzung und Verwertung späterer Bildungsangebote sein. Insofern kann festgestellt werden, dass bereits in der vorschulischen Betreuung von Kindern lebensbestimmende Weichenstellungen vorgenommen werden, die eine gezielte Förderung in dieser Phase unvergleichlich wirksamer erscheinen lassen als in späteren Bildungsphasen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure
Die Autorin
Caroline Uhrmann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Prognos AG Basel, Bereich Wirtschaft und Gesellschaft. Arbeitsschwerpunkte: Generationenbeziehungen, Work-Life-Balance, Suchtprävention.