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Ernährung als Kulturphänomen
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Ernährung als Kulturphänomen

Kultursoziologische Zuwegungen in das Bedürfnisfeld der Ernährung

32 Seiten · 4,42 EUR
(15. August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Das Bedürfnisfeld Ernährung spielt in der ökonomischen Forschung schon seit langem eine wichtige Rolle, sei es mit Blick auf die Strukturen und den Wandel der Ernährungswirtschaft, auf Fragen der Nahrungssicherung und Lebensmittelsicherheit oder hinsichtlich marketingstrategischer Aspekte und Prozesse der Preisbildung. In jüngerer Zeit werden Produktion, Vermarktung und Konsum von Nahrungsmitteln überdies zunehmend als Arbeitsgebiet für die Nachhaltigkeitsforschung entdeckt. Essen und Trinken geraten ins Fadenkreuz wissenschaftlicher und politischer Bemühungen, die sich auf die Verbindung von Ressourcenschutz und wirtschaftlichem Nutzen konzentrieren. Dominant sind hierbei naturwissenschaftliche Zugänge aus der Ernährungs- und Umweltforschung. Vielfach geht es um Ökobilanzen, um bezifferbare Schadstoffbelastungen und ökologische Schäden und um die Bewertung der Qualität von Nahrungsmitteln nach Maßgabe biochemischer Parameter. Es werden Gesundheitsgefährdungen als Folge von Umweltzerstörung, verseuchten oder minderwertigen Lebensmitteln und moderner Fehlernährung und deren volkswirtschaftliche Kosten diskutiert. Als Bezugspunkt dient hierbei letztlich oft der auf die Ebene biologischer Funktionszusammenhänge reduzierte Mensch. Mittlerweile wird jedoch der Ruf nach einer fundierten sozial- und kulturwissenschaftlichen Erweiterung des Nachhaltigkeitsdiskurses – besonders im Feld der Ernährung – immer lauter. Faktoren wie Genuss, kulinarisches Erleben, individuelles Wohlbefinden, Lebensqualität etc. werden von der Forschung als wichtige Größen erkannt, denen sich mit naturwissenschaftlichen Methoden und ökonomischen Modellen nur sehr eingeschränkt genähert werden kann.

Ziel des vorliegenden Beitrages ist es daher, von soziologischer Warte aus den Blick für das Kulturphänomen Ernährung zu schärfen und damit eine Vorbedingung für die Anschlussfähigkeit ökonomischer Erkenntnisinteressen an die sozial- und kulturwissenschaftliche Ernährungsforschung zu schaffen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
Forschungsgruppe Unternehmen und gesellschaftliche Organisation (FUGO):
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
the author
Dr. Monika Setzwein

Von Juli bis Dezember 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt OSSENA – Ernährungsqualität als Lebensqualität, an der Carl von Universität Oldenburg.