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Wednesday, September 18, 2019
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Geld als Denkform
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Geld als Denkform

Sprache, Mathematik und die Einheit der monetären Vergesellschaftung

52 Seiten · 7,59 EUR
(Juni 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Menschliche Denkformen sind in Wissenschaft und Philosophie auf eine reflektierte Weise gegeben, während sie im Alltag vielfach un- oder teilbewusst bleiben. Das auffallendste Beispiel dafür ist die Grammatik der Sprache. In der Sprachwissenschaft ein präzise reflektierter Gegenstand, bestimmt sie das alltägliche Sprechen, ohne in der Regel bewusst zu sein. Das menschliche Bewusstsein ist also keineswegs mit dem identisch, was jeweils im Horizont der eigenen Achtsamkeit erscheint. Ferner sind Denkformen und soziale Formen auf eigentümlich zirkuläre Weise miteinander verknüpft. Darin liegt das zu erklärende Kernproblem: Das Denken formt die Art der Vergesellschaftung, und die Art der Vergesellschaftung formt die Gedanken.

Bevor ich diese Frage etwas prinzipieller behandle, möchte ich auf eine Variante der Erklärung des Verhältnisses von "Geld und Geist" näher eingehen, die aus der marxistischen Tradition stammt. Nach eher skizzenhaften Überlegungen bei Marx und Engels wurde diese Frage im Umkreis der Frankfurter Schule wirksam; besonders durch die Entwürfe von Alfred Sohn-Rethel. Auch George Thomson entwickelte mit dem besonderen Blick auf die Frühzeit Griechenlands eine These über den Zusammenhang philosophischer Inhalte mit der Geldverwendung, die später Richard Seaford aufgriff, erweiterte und vertiefte. Obgleich ich mich von dieser Tradition beeinflusst weiß, unterscheiden sich meine Überlegungen prinzipiell dadurch, dass sie gerade aus einer Kritik des Marx'schen Materialismus und seiner Ideologietheorie hervorgegangen sind. Ich möchte das verdeutlichen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Geld! Welches Geld?
Karl-Heinz Brodbeck, Silja Graupe (Hg.):
Geld! Welches Geld?
the author
Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck
Karl-Heinz Brodbeck

em. Professor für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Kreativitätstechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Würzburg, und an der Hochschule für Politik, München, seit 2016 Lehrbeauftragter an der Cusanus-Universität Bernkastel-Kues. Forschungsgebiete: Wirtschaftsphilosophie, Geldtheorie, Wirtschaftsethik, Kreativitätsforschung, buddhistische Philosophie.

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