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Gestärkt aus der Krise hervorgehen? Das deutsche Beschäftigungsmodell im Umbruch
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Gestärkt aus der Krise hervorgehen? Das deutsche Beschäftigungsmodell im Umbruch

28 Seiten · 3,65 EUR
(Oktober 2009)

 
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Aus der Einleitung:

Die im Januar 2009 von der CDU veröffentlichte „Erfurter Erklärung“ ruft dazu auf, möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen, und in die Zukunft zu investieren. Die Eckpfeiler dafür seien Investitionen in Bildung, eine Erneuerung der Infrastruktur, Abgabensenkungen, Steuersenkungen und die Verankerung einer „Schuldenbremse“ im Grundgesetz. Wesentliche Teile dieses Konzepts sind in das zum Jahresbeginn von der Bundesregierung zusammengestellte zweite Konjunkturpaket eingegangen. Wie realistisch ist das damit verknüpfte Ziel von Bundeskanzlerin Merkel, Deutschland solle „gestärkt aus dieser Krise hervorgehen“?

Um diese Frage zu beantworten, ist es erforderlich zu bilanzieren, wie Deutschland in diese Krise hinein gegangen ist. Wo liegen die Stärken und Schwächen des viel diskutierten „deutschen Modells“? Die Meinungen, die zu dieser Frage in der deutschen Öffentlichkeit vorherrschen, unterliegen noch extremeren konjunkturellen Schwankungen als die Entwicklung der Wirtschaft selber. Über längere Zeit wurde die Bundesrepublik Deutschland in der Öffentlichkeit des In- und Auslands zu den Ländern gezählt, in denen es besonders gut gelungen sei, Wirtschaftswachstum und sozialen Ausgleich miteinander zu verbinden. Bald nach der historischen Zäsur der Jahre 1989/90 und der seitdem andauernden hohen Arbeitslosigkeit schlug jedoch die Stimmung um. Nun wurde Deutschlands sozio-ökonomisches Modell in düstersten Farben beschrieben. Ein tonangebender und insbesondere bei Journalisten beliebter Ökonom, der sich allerdings seit Beginn der gegenwärtigen Krise zeitweilig im Hintergrund hält, bezeichnete Deutschland als den „kranken Mann Europas“ und fragte, ob dieser „noch zu retten“ sei. In den letzten Jahren jedoch, mit dem Wiedererstarken der deutschen Exportwirtschaft und dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen wurde diese pessimistische Argumentationslinie von erneutem Optimismus abgelöst. Der neue wirtschaftliche Erfolg Deutschlands gründe sich, so die weit geteilte Meinung unter Mainstream-Ökonomen, auf die radikale „Verschlankung“ der Industrieunternehmen und eine mehrjährige Lohnzurückhaltung, unterstützt durch den von der Rot-Grünen Regierung eingeleiteten „Umbau“ des Sozialstaats und die damit verbundene Reduzierung von Sozialausgaben. Ist dies also das Fundament, von dem aus jetzt durchgestartet werden kann, um aus der Krise gestärkt hervorzugehen?

Werfen wir zunächst einen kurzen Blick zurück auf die Wandlungen des deutschen Wirtschafts- und Sozialmodells in den letzten drei Jahrzehnten.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Reformpolitik für das Modell Deutschland
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Reformpolitik für das Modell Deutschland
the authors
Prof. Dr. Gerhard Bosch
Gerhard Bosch

Seit 2007 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen. Seit 1993 Professor für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen. Mitglied in der Koordinierungsgruppe „Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit, Nordrhein-Westfalen“, des Aufsichtsrates von Mannesmann-Vallourec, der vom BMBF berufenen Expertenkommission „Finanzierung Lebenslangen Lernens“ sowie der vom BMBF berufenen Expertenkommission für den fünften Altenbericht.

[weitere Titel]
Dr. Thomas Haipeter
Thomas Haipeter

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) Abteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation.

Dr. Erich Latniak

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) Abteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation.

Dr. Steffen Lehndorff
Steffen Lehndorff

seit 2007 Leiter der Forschungsabteilung Arbeitszeit und Arbeitsorganisation am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität-Duisburg-Essen. Nach mehr als einem Jahrzehnt hauptberuflicher Arbeit in verschiedenen politischen Funktionen kehrte er 1990 in die sozialwissenschaftliche Forschung zurück.

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