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Keynes' Wachstumsskepsis auf lange Sicht
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Keynes' Wachstumsskepsis auf lange Sicht

Darstellung und Überlegungen zu ihrer aktuellen Relevanz

40 Seiten · 7,05 EUR
(22. April 2014)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Für eine Vertiefung und Aktualisierung der Keynes'schen Analyse der langfristigen Entwicklung plädiert Karl Georg Zinn in seinem Beitrag. Zu oft und zu sehr wurde Keynes' Analyse auf die kurze Frist beschränkt und seine Analyse langfristiger Probleme ausgeblendet. Im Abschnitt 1 gibt Zinn einen Überblick über Keynes' Langfristanalyse, und hebt drei Aspekte hervor: 1. Man könne sich nicht auf den Artikel über "Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder" von 1930 beschränken. 2. Auch langfristig sind Keynes' Sorgen vor einem Nachfragemangel relevant, nicht nur wegen einer sinkenden Konsumquote, sondern auch weil die Investitionsdynamik umso schwächer werden dürfte, je mehr Investitionen bereits getätigt sind; denn desto schmaler werde die Palette der noch als rentabel eingeschätzten Investitionsprojekte. 3. Selbst bei Nettoinvestitionen von Null kann technischer Fortschritt über die Ersatzinvestitionen in die Produktionsprozesse eingebracht werden. In einer solchen Volkswirtschaft muss die gesamtwirtschaftliche Nettoersparnis gleich Null sein. Solange die privaten Haushalte insgesamt sparen, müssen andere Sektoren (Unternehmen, Staat oder Ausland) bereit sein, mehr auszugeben, als sie einnehmen (also sich verschulden). Andernfalls beginnt die Wirtschaft zu schrumpfen. Im 2. Abschnitt stellt Zinn die vier wichtigsten Quellen im Einzelnen dar, nämlich den schon genannten Aufsatz von 1930, die "General Theory" und darin insbesondere das abschließende Kapitel 24, Keynes' Essay von 1937 über die wirtschaftlichen Folgen einer abnehmenden Bevölkerung sowie sein internes Memorandum von 1943 über das Langzeitproblem der Vollbeschäftigung. In dem 1930er Aufsatz spricht Keynes von der Möglichkeit, dass 100 Jahre später für die Versorgung mit materiellen Gütern eine durchschnittliche Arbeitszeit von 15 Wochenstunden ausreichen könnte; der durchschnittliche Lebensstandard könnte dann auf das Vier- bis Achtfache angestiegen sein, und die Menschen könnten sich in ihrer Freizeit sinnvolleren Tätigkeiten zuwenden (statt so viel Güter zu produzieren, dass die bekannten Nachfrageprobleme auftreten).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. em. Dr. Karl Georg Zinn
Karl Georg Zinn

emeritierter Professor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

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