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Monday, July 22, 2019
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Nachhaltiger Konsum, geteilte Verantwortung und Verbraucherpolitik: Grundlagen
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Nachhaltiger Konsum, geteilte Verantwortung und Verbraucherpolitik: Grundlagen

32 Seiten · 5,46 EUR
(August 2007)

 
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Aus der Einleitung:

...In welchem Zusammenhang stehen nun die Ambivalenz des Konsums und die Notwendigkeit, Konsummuster zu verändern? Die Forderung nach einem nachhaltigen Konsum kann als Versuch gewertet werden, die negativen Nebenfolgen des Konsums zu entschärfen und den Konsum so zu „rehabilitieren“. Wenn Konsum mehr schadet als nützt, wird der Konsum selbst in Frage gestellt. Das Bekenntnis zum nachhaltigen Konsum beinhaltet aber auch das Bekenntnis zum Konsum. Die zentrale Rolle, die Konsum bei der Gewährleistung eines hohen Lebensstandards gespielt hat und weiterhin spielen kann, wird damit nicht in Frage gestellt. Ziel einer Veränderung von Konsummuster wird es deshalb sein müssen, die Ambivalenz des Konsums dadurch zu verringern, dass die negativen Nebenfolgen verringert werden. Diese Aufgabe klingt auf den ersten Blick einfacher als sie ist. Denn bei der Diskussion über nachhaltigen Konsum geht es nicht bloß um die Frage, ob man z.B. freitags Fisch oder Fleisch konsumieren soll. Vielmehr geht es um grundlegendere Fragen: Wie viel Fleischkonsum, Automobilität, Flugreisen können wir insgesamt noch verantworten? Durch welche Mechanismen soll eine Begrenzung des zu hohen Ressourcenverbrauchs stattfinden? Diese Veränderung von Konsummustern ist nicht durch ein paar Aufklärungsbroschüren zu erreichen, sondern berührt über Jahrzehnte gewachsene Bedarfsstrukturen, die tief in der Gesellschaft verankert sind. Das betrifft Produktionsweisen, Wirtschaftsstrukturen und kulturelle Muster ebenso wie herrschende Machtverhältnisse. Ein Konzept, das derartige globale und interessenbesetzte Strukturen aufbrechen, wenn nicht gar revolutionieren soll, bedarf einer grundlegenden Ausarbeitung. Im folgenden Beitrag werden deshalb Grundlinien vorgeschlagen, an denen sich die Veränderung von Konsummustern und damit die Förderung nachhaltigen Konsums orientieren kann. Es werden Antworten auf folgende Fragen gesucht:

− Was ist unter nachhaltigem Konsum zu verstehen? Wodurch sind nachhaltige Konsummuster gekennzeichnet?

− Wer ist für die Veränderung der Konsummuster in welcher Weise verantwortlich?

− Welche Konsequenzen hat dies für eine am Leitbild nachhaltigen Konsums orientierte Verbraucherpolitik?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert
Frank-Martin Belz, Georg Karg, Dieter Witt (Hg.):
Nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert
the authors
Prof. Dr. Frank-Martin Belz
Frank-Martin Belz

Professor für Betriebswirtschaftslehre - Brau- und Lebensmittelindustrie an der Technischen Universität München (TUM) und Akademischer Leiter des internationalen Masterstudiengangs Consumer Science (M.Sc.).

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Dr. oec. Michael Bilharz
Michael Bilharz

ist seit 2008 Mitarbeiter im Umweltbundesamt in Dessau. Seine Arbeitsschwerpunkte sind nachhaltiger Konsum und Verbraucheraktivierung.

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