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Wednesday, September 18, 2019
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Stellenwert von Bildung in einer konfuzianisch geprägten Kultur – Das Beispiel der Volksrepublik China
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Stellenwert von Bildung in einer konfuzianisch geprägten Kultur – Das Beispiel der Volksrepublik China

22 Seiten · 4,10 EUR
(März 2009)

 
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Aus der Einleitung:

Wenn man einen Begriff wie „Bildung“ vor einem bestimmten historischen Hintergrund zu thematisieren versucht, kommt man nicht umhin, sich mit Traditionen und Techniken geistiger und moralischer Bildung zu befassen. Im chinesischen Kontext sind Stichworte dafür das Beamtenprüfungssystem der Kaiserzeit und der Konfuzianismus. Welchen Einfluss haben diese Traditionen oder die Erinnerung an sie in einer Gesellschaft, in deren Entwicklung der Umgang mit der eigenen kulturellen Identität wiederholt zum Gegenstand politischer, gesellschaftlicher und akademischer Auseinandersetzungen geworden ist und die heute von einer bislang nicht gekannten wirtschaftlichen und kulturellen Öffnung zum Westen geprägt ist? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich das Thema in drei Bereiche gliedern: a) Die Rolle der Bildung im kaiserlichen China und die Auswirkungen des Systems der Beamtenprüfungen auf den gesellschaftlichen Stellenwert der Bildung; b) der Stellenwert, welcher der Bildung unter den Vorzeichen des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs im 20. Jahrhundert zugeschrieben wurde; c) die aktuelle öffentliche Debatte um verschiedene Bildungsideale in der VR China.

Zuerst soll der grundsätzlichen Frage nach dem Stellenwert von Bildung in einer konfuzianisch geprägten Kultur nachgegangen werden. Die Auswirkungen des Beamtenprüfungssystems auf die Vorstellungen von Bildung sollen ebenfalls in diesem Abschnitt erläutert werden. Der dritte Teil dieses Beitrags beschäftigt sich anhand ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Jahrzehnten mit der Rolle der Bildung im modernen China und mit den Veränderungen dieser Rolle. Dabei ist das Augenmerk auf die Frage gerichtet, welche Form von Bildung in verschiedenen zeitgeschichtlichen Phasen propagiert wurde. Den vierten Teil bildet eine kurze Übersicht aktueller Entwicklungen im chinesischen Bildungswesen. Sie soll darstellen, wie die gesellschaftliche Debatte über den Stellenwert der Bildung heute in der Volksrepublik geführt wird und wie sich dabei auch der Bildungsbegriff selbst wandelt. Auf dieser Basis sollte es möglich sein, eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu geben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Bildungsökonomie in der Wissensgesellschaft
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Bildungsökonomie in der Wissensgesellschaft
the author
Joshua Seufert

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens – Sinologie