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Unternehmenskultur II
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Unternehmenskultur II

Zur kulturellen Einbettung von Unternehmen

35 Seiten · 4,69 EUR
(15. August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Der vorliegende Beitrag entwirft einen theoretischen Ansatz zum besseren Verständnis der kulturellen Einbettung von Unternehmen in der Gesellschaft. Während eine relativ entwickelte Diskussion zur Bedeutung der so genannten weichen Faktoren, wie Vertrauen, Werte, Kooperationen, Kommunikation und Verbindlichkeiten, als Koordinations- und Motivationsrepertoire innerhalb von Unternehmen (Unternehmenskultur I) vorliegt, ist eine kulturelle Analyse der organisationalen Umwelten des Unternehmens (Unternehmenskultur II) weitaus weniger entwickelt. Auf der Grundlage einer knappen Verortung zur Unternehmenskultur I (Kapitel 2) wird die Stakeholdertheorie als Kandidatin für eine Unternehmenskultur II geprüft und als ein möglicher, aber eingeschränkter (funktionalistischer) Zugang herausgearbeitet (Kapitel 3). Im Weiteren stehen Überlegungen zu einer kulturwissenschaftlichen Analyse von organisationalen Umwelten im Mittelpunkt der Betrachtung, die in Rückgriff auf Elemente des soziologischen Neo-Institutionalismus entwickelt werden (Kapitel 4). Dieser neo-institutionalistische Ansatz, so die beiden zentralen Thesen, ermöglicht zum einen eine wichtige Ergänzung zur Beschreibung von Unternehmen in ihren Umwelten, indem er über das Konzept des organisationalen Feldes den Legitimitätsanforderungen organisationaler Umwelten einen zentralen Stellenwert einräumt. Er bietet damit interessante Anknüpfungspunkte zur Erklärung des Zusammenhangs zwischen intra- und interorganisationalen Arrangements (Unternehmenskultur I und II).

Wenn wir vorsichtig formulieren, dass wir diese Überlegungen eher ergänzend statt ersetzend zum Stakeholder-Konzept begreifen und den soziologischen Neo-Institutionalismus nicht gegen, sondern mit dem Stakeholder-Ansatz „ins (organisationale) Feld“ führen, so ist dies insbesondere darin begründet, dass es sich um Konzepte aus zwei unterschiedlichen Disziplinen handelt, die unterschiedliche Zwecke verfolgen. Während der aus der Managementlehre stammende Stakeholder-Ansatz primär an der Erarbeitung eines konkreten Management-Instruments für die Unternehmenspraxis interessiert zu sein scheint, so geht es dem soziologischen Neo-Institutionalismus vorrangig um ein Erklärungsmodell zur Funktions- und Wirkungsweise von Organisationen in modernen Gesellschaften. Wir sind trotz dieser eventuellen Inkompatibilitäten der Auffassung, dass der soziologische Neo-Institutionalismus zu einem besseren Verständnis für betriebswirtschaftliche Fragen beitragen kann, aus denen durchaus praktische Konsequenzen resultieren können. Zudem erscheint uns der spezifische theoretische Zugang dieses Ansatzes für eine kulturwissenschaftlich orientierte Betriebswirtschaftslehre (als Wissenschaft) – ganz im Sinne der programmatischen Einleitung zu diesem Band – richtungweisend, wie wir in dem abschließenden Kapitel 5 zusammenfassend verdeutlichen wollen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
Forschungsgruppe Unternehmen und gesellschaftliche Organisation (FUGO):
Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Theorie der Unternehmung
the authors
Prof. Dr. Thomas Beschorner
Thomas Beschorner

Prof. Dr. Thomas Beschorner ist Professor für Wirtschaftsethik und Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik (HSG-IWE) an der Universität St. Gallen.

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Dr. Torsten Behrens
Torsten Behrens

Forschungsgruppe GELENA, Universität Oldenburg

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Alexandra Lindenthal

Gegenwärtig Doktorandin an der Universität Bielefeld und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit“ an der Universität Oldenburg.

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