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Samstag, 17. November 2018
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Zwischen Gemeinnützigkeit und Marktgesetzen: Steuerung in Nonprofit-Organisationen
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Zwischen Gemeinnützigkeit und Marktgesetzen: Steuerung in Nonprofit-Organisationen

47 Seiten · 7,38 EUR
(Mai 2009)

 
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Aus der Einleitung:

Der sogenannte Dritte Sektor ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und der allgemeinen öffentlichen Diskussion gerückt (vgl. Hopt et al. 2005). Anlass hierzu bieten seine wachsende ökonomische Bedeutung neben Markt und Staat, die Reform des Sozialstaats und nicht zuletzt die wirtschaftlich schwierige Situation in der sich viele Nonprofit-Organisationen befinden. Einerseits steigen die Ansprüche in Bezug auf die Leistungserfüllung durch den Dritten Sektor, sein Leistungsspektrum und seine normative Bedeutung. Andererseits sehen sich Nonprofit-Organisationen einem zunehmenden Finanzierungsdruck ausgesetzt und es findet eine Konsolidierung innerhalb des Dritten Sektors statt. Als Konsequenz dieser Entwicklung wird eine zunehmende Professionalisierung von Nonprofit-Organisationen gefordert. Da diese Professionalisierung vorwiegend mit ökonomischen Faktoren und Denkansätzen aus der Privatwirtschaft gekoppelt ist, öffnet sich ein besonderes Spannungsfeld, denn der Organisationszweck von Nonprofit-Organisation richtet sich gerade nicht auf die von der Privatwirtschaft verfolgte Profitmaximierung, sondern ausdrücklich auf Sachziele und damit verbundene Nutzenmaximierung.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche Steuerungsinstrumente und -logiken werden in professionellen Nonprofit-Organisationen genutzt und wie beeinflusst die Nutzung von (betriebswirtschaftlichen) Managementmodellen die Wahrnehmung innerhalb der Organisationen? Hierbei werden insbesondere die Zielsetzungen dieser Steuerungsmodelle und ihr Zusammenhang mit Handlungslogiken aus den gesellschaftlichen Funktionsbereichen Wirtschaft und Staat beleuchtet. Implizit laufen dabei Fragen zur Einordnung des Nonprofit-Sektors insgesamt und zur Bewertung der Leistungsfähigkeit von professionellen Nonprofit-Organisationen mit.

Im Rahmen dieses Beitrags wurden mehrere qualitative Leitfadeninterviews geführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse geben einen Einblick in die komplexen Steuerungs- und Bewusstseinsstrukturen von Nonprofit-Organisationen. In einem Zeitraum von vier Wochen wurden fünf jeweils ein- bis eineinhalbstündige Interviews mit fünf Gesprächspartnern in drei Organisationen geführt. Sie fallen in den Bereich der „sozialen“ Nonprofit-Organisationen (Tabelle 1), haben professionelle Organisationsstrukturen und beschäftigen weitgehend hauptamtliche Mitarbeiter. Ansonsten folgte die Auswahl der befragten Organisationen keinem bestimmten Muster, da gerade ihre Heterogenität sehr interessant erscheint. Es handelt sich um eine internationale Entwicklungshilfeorganisation (Organisation 1), eine medizinische Spenderdatei (Organisation 2) sowie eine christliche Organisation mit Einrichtungen für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung, sozial Schwache und den Gesundheitsbereich (Organisation 3).

Nach einer Einführung über Formen der Kalkulation (Abschnitt 2) sowie den Nonprofit-Sektor (Abschnitt 3) werden sowohl speziell auf den Nonprofit-Sektor zugeschnittene Managementansätze (Abschnitt 4) als auch die aus den Interviews gewonnenen Ergebnisse (Abschnitt 5) aus der Perspektive des konstitutionstheoretischen soziologischen Ansatzes analysiert.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nonprofit-Wirtschaft
Birger P. Priddat (Hg.):
Nonprofit-Wirtschaft
Die Autorin
Luise Klus

1979, Ausbildung zur Verlagskauffrau Dipl.-Kauffrau TU Bergakademie Freiberg (Auslandssemester in der frz. Schweiz und Polen), M.A. Public Management and Governance, Zeppelin University Friedrichshafen; aktuell freiberuflich in Projekten zum Thema Organisationsstruktur und -steuerung tätig.