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Thursday, August 24, 2017
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Die Strategie des Ausbaus erneuerbarer Energien

Eine Untersuchung der deutschen Preissetzungsstrategie aus Sicht einer evolutorisch-kybernetischen Theorie der Wirtschaftspolitik

"Institutionelle und Evolutorische Ökonomik"  · volume 45

369 pages ·  38.00 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1097-7 (January 2015 )

 
 

Das fossil-atomare Produktionsparadigma der Energiewirtschaft ist ins Wanken geraten. Immer mehr Länder sind bestrebt, konventionelle Erzeugungsstrukturen durch den Ausbau erneuerbarer Energien (EE) zu ersetzen. Zur Erreichung dieses Ziels haben sich Preissetzungsstrategien, mit denen der Staat Preise für EE festlegt, weltweit als beliebtes Mittel erwiesen. In Deutschland etwa verfolgt man diesen Weg bereits seit Einführung des Stromeinspeisegesetzes (StrEG) im Jahr 1991, das im Jahre 2000 durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgelöst wurde.

Heute steht das EEG, und mit ihm die deutsche Preissetzungsstrategie, wegen ihrer hohen Förderkosten stark in der Kritik. Die Arbeit hinterfragt die ordnungsökonomische Erklärung, nach der dieses Kostenwachstum eine Folge des Preiseingriffs selbst sei, weil dieser zu einer ineffizienten politischen Ressourcenallokation im EE-Sektor führe. Um diese These zu prüfen, entwickelt die Arbeit eine eigenständige ordnungstheoretische Position, die auf Vorarbeiten F.A. von Hayeks zurückgreift - ohne dessen libertäre Haltung jedoch zu übernehmen. So wird gezeigt, dass Preiseingriffe durchaus eine sinnvolle wirtschaftspolitische Strategie sein können, um einen Markt für EE zu kreieren - solange sie ordnungsökonomisch klug ausgestaltet werden.

Auf Grundlage des Leitbildes einer klugen Preissetzungsstrategie unterzieht die Arbeit die deutsche Förderpraxis einer ordnungsökonomischen Analyse. Dabei wird nicht nur auf Designfehler des EEGs hingewiesen, sondern auch ein Vorschlag unterbreitet, wie das EEG novelliert werden könnte, um dessen Kostendynamik zu durchbrechen. Der Vorschlag zielt auf eine regelgebundene Rückkopplung der Preise an die Entwicklung angrenzender Faktormärkte.

Im Ergebnis leistet die Arbeit damit sowohl einen Beitrag zur Fortentwicklung eines evolutorisch-kybernetischen Ansatzes in der Theorie der Wirtschaftspolitik, als auch einen Beitrag zur Beantwortung der normativen Frage, wie eine Preissetzungsstrategie - und mit ihr das EEG - ordnungspolitisch sinnvoll ausgestaltet werden sollte.


the author
Dr. Fabian Schlüter
studierte Management und Volkswirtschaftlehre an den Universitäten St. Gallen und Hamburg. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in St. Gallen, in dem er sich mit den Grundlagen einer kybernetischen Managementlehre befasste, adaptierte er diese Sichtweise bei Prof. Gerhard Wegner an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt für die Analyse wirtschaftspolitischer Fragestellungen und wendete diese schließlich in seiner Dissertation auf die Strategie des Ausbaus erneuerbarer Energien in Deutschland an. Derzeit arbeitet Dr. Schüter im Business Development einer auf die Finanzierung erneuerbarer Energien spezialisierten Bank."
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