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Wednesday, March 20, 2019
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Die Ökonomie des eCommerce

New Economy, Digitale Ökonomie und realwirtschaftliche Auswirkungen

210 Seiten ·  24,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-391-1 (September 2002 )

 
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Im vorliegenden Band stellen Michael Latzer und Stefan W. Schmitz die ökonomischen Grundlagen der Analyse des eCommerce im größeren makro- und industrieökonomischen Kontext dar und wenden sie auf weit verbreitete realwirtschaftliche Wirkungshypothesen des eCommerce an. Sie zeigen auch, dass sich selbst die Politik einem Transformationsprozess nicht entziehen kann.

Übersichtlich präsentieren und diskutieren die Autoren die unterschiedlichen Methoden, Daten und Ergebnisse der New-Economy-Debatte über die makroökonomischen Auswirkungen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den USA, Deutschland und anderen Industrieländern. Sie legen neue Schätzungen des Trendwachstums der Arbeitsproduktivität in den USA vor und erklären die Beschleunigung des Trendwachstums vor allem durch Änderungen in den amtlichen Statistiken der USA. Die New Economy-Euphorie in den USA der 90er Jahre erscheint dadurch in einem völlig neuen Licht.

Latzer und Schmitz definieren den Begriff Digitale Ökonomie anhand der industrieökonomischen Charakteristika Netzeffekte, wachsende Skalenerträge und positive Rückkopplungseffekte. Daraus erklären sie Unternehmensstrategien, die im Informations- und Kommunikations-Sektor sowie im Medien-Sektor zunehmend Verbreitung finden und leiten Herausforderungen für die Wettbewerbspolitik der Zukunft ab. So gelingt es, die viel diskutierte These der Notwendigkeit einer neuen Volkswirtschaftslehre zu verwerfen und zu zeigen, welche volkswirtschaftlichen Konzepte sich zur Analyse des eCommerce eignen.

Auf Basis dieser Konzepte und des umfangreichen empirischen Materials werden in der Literatur und in der öffentlichen Debatte weit verbreitete realwirtschaftliche Wirkungshypothesen des eCommerce kritisch analysiert. Dabei zeigen die Autoren, dass eCommerce weder zu einer Intensivierung des Wettbewerbs noch zur Umgehung des Zwischenhandels führte. Auch die erwartete Deterritorialisierung und der erhoffte Beschäftigungsschub blieben aus. Auf der analytischen Grundlage der Digitalen Ökonomie diskutieren sie die potenzielle Weiterentwicklung in diesen Bereichen. Den Abschluss bilden die Darstellung wirtschaftspolitischer Herausforderungen sowie die Diskussion gundlegender Veränderungen von Form, Inhalt und Ablauf der Politik – einer Transformation der Staatlichkeit.

Das Buch richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Die umfassende und übersichtliche Darstellung verleiht dem Band Lehrbuchcharakter.

Das Argument, 251/2003, S. 491-492 ()

"Eigentlich kommt dieses Buch zu spät: Der New Economy-Boom ist vorbei und nach der desaströsen Dot-Com-Pleite beißen sich die Ex-Apologeten der schönen neuen Netzwelt eher auf die Zunge, als sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, warum ihre Behauptungen von einst falsch waren. Eben hierbei hilft das vorliegende Buch, die überarbeitete Fassung eines Gutachtens für den Deutschen Bundestag. ...

Empirisch und analytisch zeigen Verf. die Unhaltbarkeit populärer Mythen des elektronischen Handels: er nähere sich dem idealen, friktionslosen Markt der theoretischen Mikroökonomie, daher sei die Intensität des Wettbewerbs in diesem Bereich hoch; auf Grund sinkender Transaktionskosten vollziehe sich eine weitgehende 'Disintermediation' (z.B. Umgehung des Zwischenhandels); eCommerce führe zu Standortunabhängigheit und Deterritorialisierung; er bewirke einen Beschäftigungsschub. Sie räumen aus Sicht der dominierenden neoklassischen/neoliberalen Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit einigen vulgärökonomischen Thesen auf, ohne selbst eine überzeugende Erklärung für Aufstieg und Fall der Neuen Ökonomie präsentieren zu können. Entsprechend identifizieren sie die zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung durch eCommerce in bekannter Weise als Beseitigung neu entstandener Rechtsunsicherheiten in den Bereichen Kartellrecht, Arbeitsrecht, Datenschutz, v.a. beim Schutz geistigen Eigentums."



Kyklos, 4/2003, S. 592-593 ()

"Ziel des Buches ist das Schaffen einer profunden Grundlage für die ökonomische Analyse des eCommerce sowie die Untersuchung seiner realwirtschaftlichen Auswirkungen. Die Autoren unterscheiden dabei in der Darstellung zwischen der 'New Economy' als makroökonomischem Konzept und der 'digitalen Ökonomie' als industrieökonomischem Konzept. Die Erörterung des letzteren macht den Hauptteil des Buches aus. ...

Darauf aufbauend werden in den folgenden Abschnitten des Buches vier gängige Wirkungshypothesen in Bezug auf eCommerce diskutiert: i) die vermeintlich hohe Wettbewerbsintensität und Markttransparenz im eCommerce, ii) die prognostizierte Disintermediation (Wegfall des Zwischenhandels), iii) die prognostizierte Deterritorialisierung von Produktion und Handel und iv) die prognostizierten positiven Beschäftigungswirkungen durch eCommerce. Unter Rückgriff auf die eingangs eingeführten industrieökonomischen Konzepte und empirische Studien verschiedener Wissenschaftler zeichnen die Autoren ein differenziertes Bild hinsichtlich der Hypothesen und unterliegen nicht der Versuchung, um der Effekthascherei willen fundamentale Veränderungen der wirtschaftlichen Landschaft zu skizzieren.

Das Buch leistet eine konzise Darstellung der gängigen, industrieökonomisch basierten Überlegungen zum eCommerce. Ferner gibt es einen Überblick über aktuelle empirische Studien zum Thema und eignet sich somit für Leser, die einen Einstieg in das Thema suchen. Die sehr kondensierte Darstellung industrieökonomischer Konzepte und ihrer Anwendung auf eCommerce hat jedoch gelegentlich apodiktischen Charakter. Wer das Buch kritisch lesen und die Grenzen des Ansatzes mitdenken will, sollte über eine solide industrieökonomische Basis verfügen."


dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Das Argument, 251/2003, S. 491-492 mehr...
  • Medien Journal 4/2002, 67-68
  • "Das Buch leistet eine konzise Darstellung der gängigen, industrieökonomisch basierten Überlegungen zum eCommerce." ...
    Kyklos, 4/2003, S. 592-593 mehr...
  • Wirtschaft und Gesellschaft, 2/2004, S. 295-298
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