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Samstag, 20. Oktober 2018
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Der unterschätzte Rohstoff

Ein Beitrag zum Kartell- und Preisrecht der Wasserwirtschaft

"Edition Europolis - Schriften zur europäischen Wirtschaftspolitik und zum europäischen Wirtschafsrecht"  · Band 4

2013 · 196 Seiten ·  39,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1294-0 (Dezember 2010 )

 
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Aus ihrem Dornröschenschlaf ist die Wasserwirtschaft durch die bahnbrechenden Kartellverfahren zunächst der Landes­kartell­behörde Hessen und nunmehr das Bundeskartellamts gegen die Berliner Wasserbetriebe endgültig erwacht. Die Frage ist nicht länger, ob das Kartellrecht auf Wasserversorger angewandt wird, sondern wie und insbesondere mit welcher Methodik die Preismissbrauchsaussicht auf die Wasserversorgung durch Gebietsmonopolisten angewandt wird. Nach dem Enwag-Urteil des Bundesgerichtshofes sowie der "Calw"-Entscheidung des Kartellsenats liefert die Preissenkungsverfügung des Bundeskartellamts vom 04.06.2012 gegen die Berliner Wasserbetriebe einen wichtigen, wenn nicht entscheidenden, Beitrag zur Methodendiskussion.

Das Werk soll nicht nur die abgeschlossenen und laufenden Verfahren juristisch kommentieren, sondern politökonomische Hintergründe liefern und gleichzeitig unter Anerkennung der verfassungsrechtlichen Rolle der Kommunen einen Impuls geben, um die Wasserversorgung effizienter zu gestalten. Dabei geht es nicht so sehr um die Frage des Mehr oder Weniger von öffentlich-privater Partnerschaft. Vielmehr interessieren preisrechtliche Innovationen und solche vertraglichen Gestaltungen, um auf Seiten der Betreiber von Wasserunternehmen Anreize dafür zu schaffen, dass Effizienzpotential auch bei Gebietsmonopolisten vollumfänglich im Interesse der Bürger zu erschließen.


Der Autor
Prof. Dr. Markus Kerber
Markus Kerber

Professor für Öffentliche Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik am Institut Volkswirtschaft & Wirtschaftsrecht der Technischen Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen die Themen öffentliche Güter wie Wasser, Energie (Gas und Elektrizität), Landesverteidigung, nationale und europäische Finanzpolitik, Unternehmensverfassung und die institutionelle Ökonomie der Europäischen Gemeinschaft.

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