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Wednesday, July 17, 2019
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Konflikt, Macht und Gewalt aus politökonomischer Perspektive

" Publikation des Arbeitskreises Politische Ökonomie "

Publikation des Arbeitskreises Politische Ökonomie

208 Seiten ·  26,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-627-1 (Mai 2011 )

 
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Während in Politikwissenschaft und Soziologie die Erforschung von Machtverhältnissen, Konfliktzuständen und Gewaltausübung lange und fachimmanente Traditionen besitzt, beschäftigen sich Ökonomen schwerpunktmäßig mit friedlichem Tausch und Handel. Der vorliegende Band vereinigt Beiträge aus den angesprochenen Disziplinen und präsentiert dabei auch die in den letzten Jahren weiterentwickelte Konfliktökonomik, die wie die anderen Disziplinen nicht zuletzt den individuellen und politökonomischen Trade-off zwischen friedlichen und konfliktmäßigen Aktivitäten zum Gegenstand hat. Gewaltbereitschaft und Machtstreben in unterschiedlichen Problemzusammenhängen münden letztlich in der Frage, ob und wann sich Konflikte lohnen.

Institutionelle Probleme wie Bedingungen (in)stabiler Anarchie und daraus sich entwickelnder gesellschaftlicher Organisationsformen mit deren Machtverhältnissen, die nach dem "Elften September" einsetzende Imperialismuskritik an westlicher Terrorismusbekämpfung werden in den verschiedenen Beiträgen verknüpft mit grundlegenden Argumenten zum Ressourceneinsatz in Konflikten, den Wirkungen feindseliger Einstellungen, der Herausbildung organisierter Gewaltstrategien, dem ökonomischen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Prosperität und kriegerischer Aktivitäten sowie dem sich jeweils ergebenden Potential für Konfliktvermeidungsstrategien. Die Beiträge öffnen den Blick auf eine interdisziplinäre Herangehensweise der Analyse von Konflikt, Macht und Gewalt.

Einleitung

K. J. Bernhard Neumärker
Es wird nicht nur getauscht in der politischen Ökonomie


Grundlagen der politisch-ökonomischen Konfliktanalyse

Gerald Pech
Der Status quo als Maßstab der Konfliktlösung

K. J. Bernhard Neumärker
Missgunst, Neid und Feindseligkeit: negative soziale Präferenzen aus konfliktökonomischer Sicht


Konflikt- und Machtentwicklung in sozialen Institutionen

Stefan Boeters & Bettina Müller
Stabile und instabile Anarchien. Strategienevolution in einem Spiel mit dynamischer Ressourcenanpassung

Petya Dankova
Publikums-Aktiengesellschaften: Eigentumsstruktur und korporative Verantwortung


Die Gewalt des "Neuen Terrorismus" und seine Folgen

Detlev Haude
The Force of Economics - The Economics of Force. A revival of theories of imperialism?

Marcel M. Baumann
"Wenn die Fische immer noch ihr Wasser suchen".
Die Auswirkungen des Elften Septembers auf den herkömmlichen Terrorismus


Internationale Konflikte im Zeichen der Globalisierung

Gerald Schneider
Globalisierung und Frieden. Die Perspektive der Politischen Ökonomie

Peter J. Stauvermann
Kriege und wirtschaftliches Wachstum. Eine theoretische Analyse


Konflikt, Macht und Gewalt sind keine klassischen Forschungsschwerpunkte der Ökonomie. Dass sich mit der ökonomischen Methode nicht nur friedlicher Handel analysieren lässt, zeigt aber die Konfliktökonomik. Einige Beiträge dieser sich weiterentwickelnden ökonomischen Disziplin sind in diesem Sammelband vertreten. Stefan Boeters und Bettina Müller, K.J. Bernhard Neumärker sowie Peter J. Stauvermann beschreiben und entwickeln Konfliktmodelle, die insbesondere auf den Arbeiten von Jack Hirshleifer aufbauen und Gleichgewichtspunkte in Konfliktsituationen identifizieren. Wie sich diese modelltheoretische, ökonomische Herangehensweise von der politikwissenschaftlichen und soziologischen Konfliktforschung unterscheidet, wird in den Beiträgen deutlich. Marcel M. Baumann erkennt in seiner soziologischen Betrachtung der Auswirkungen des 11. Septembers 2001 auf den herkömmlichen Terrorismus, dass der Rechtfertigungsdruck auf die ETA und die IRA gestiegen ist. Gerald Schneider setzt sich kritisch mit der These auseinander, inwieweit globaler Freihandel Frieden schafft. Die Beiträge stammen nicht nur aus verschiedenen Disziplinen, sie setzen auch auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen bei unterschiedlichen Fragestellungen an. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Hinweise darauf geben, wie sich Konflikt und Gewalt vermeiden lassen könnten.


the editor
Prof. Dr. K. J. Bernhard Neumärker
K. J. Bernhard Neumärker Professor für Wirtschaftspolitik mit Schwerpunkt Ordnungspolitik in der Abteilung für Wirtschaftspolitik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Mitglied des Centre for Security and Society an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg [weitere Titel]
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