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Samstag, 22. September 2018
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Subsidiarität und Umweltpolitik in der Europäischen Union

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 25

350 Seiten ·  36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-149-8 (September 1997 )

 
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Die zunehmende Verlagerung umweltpolitischer Entscheidungen auf die EU-Ebene wurde wiederholt kritisiert. Vor allem der mit Maastricht im EG-Vertrag verankerte Subsidiaritätsgrundsatz dient hierbei als Maßstab, um Fehlentwicklungen bei der Übertragung und Ausübung umweltpolitischer Kompetenzen auf EU-Ebene aufzuzeigen. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Verfasser erstmals in systematischer und umfassender Form einen einheitlichen Rahmen für die Beurteilung der europäischen Umweltpolitik aus Sicht eines ökonomisch interpretierten Subsidiaritätsprinzips. Mit seiner Hilfe lassen sich grundlegende Defizite im bisherigen Verständnis von Subsidiarität und ihrer Anwendung auf die EU-Umweltpolitik aufzeigen und lösen.

Im ersten Teil der Arbeit wird auf das Subsidiaritätsprinzip als freiheitssichernde und staatsorganisatorische Leitidee für die Verteilung und Ausübung gesellschaftlicher Aufgaben eingegangen. Darauf aufbauend leistet der Autor eine kritische und umfassende Bestandsaufnahme der Organisationsstruktur der EU-Umweltpolitik und entwickelt Reformvorschläge für eine aus ökonomischer Sicht wirksame Realisierung von mehr Subsidiarität in der europäischen Umweltpolitik. Neben der angemessenen Zuordnung umweltpolitischer Aufgaben besitzen hier vor allem die Überlegungen zum subsidiaritätsgerechten Einsatz umweltpolitischer Instrumente auf EU-Ebene explorativen Charakter. Darüber hinaus wird auf die politischen und institutionellen Voraussetzungen einer dauerhaft wirksamen Umsetzung der entwickelten Reformvorschläge für eine subsidiaritätsgerechte Verteilung und Ausübung umweltpolitischer Zuständigkeiten auf EU-Ebene eingegangen.

Diese Arbeit kann als Beitrag zu einer institutionenökonomischen Analyse umweltrechtlicher und umweltpolitischer Probleme auf EU-Ebene verstanden werden, der den Versuch eines interdisziplinären Dialogs über die Umweltprobleme darstellt.

Handelsblatt, 31.10./01.11.1997 ()

"... Solch weitreichende, aus Sicht vieler Bürger anmaßende Eingriffe der Europäischen Union in regionale Angelegenheiten passen in das Bild, das Thomas Döring in seiner gründlichen Analyse des Zusammenhanges von 'Subsidiarität und Umweltpolitik in der Europäischen Union' zeichnet. Die europäische Umweltpolitik, so seine Kernthese, verstößt in weiten Teilen gegen das Subsidiaritätsprinzip, das im Maastrichter Vertrag verankert wurde, um eine politische Bevormundung durch Brüssel zu verhindern. ...

Dörings ökonomisches Verständnis von Subsidiarität orientiert sich am Leitbild 'fiskalischer Äquivalenz'. Danach sind Kompetenzen der Ebene zuzuordnen, die mit dem Kreis der Nutznießer des Umweltschutzes zusammenfällt. ... Solche Überlegungen wendet der Autor auf alle Bereiche der Umweltpolitik an. Dem Leser werden die Kostenverschwendung durch eine übermäßig europäisierte Umweltpolitik vorgeführt und überzeugende Argumente gegen harmonisierte Umweltstandards geliefert. Fraglich bleibt jedoch, ob diese reinen Kosten-Nutzen-Überlegungen genügen, um das Subsidiaritätsprinzip in der europäischen Umweltpolitik abzusichern. Der Autor selbst äußert Zweifel."




Der Autor
Prof. PD Dr. Thomas Döring
Thomas Döring

Seit 2006 Professor für öffentliche Finanzwirtschaft an der FH Kärnten in Villach. 1994-2003 wiss. Mitarbeiter in der Abt. für Finanzwissenschaft der Universität Marburg,.2003-2006 Wissenschaftlicher Referent an der Universität Kassel.

[weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliographie, 4/1997, S. 1617-1618
  • Politische Ökologie, Literatur-Spezial 1998, S. 14
  • "Die europäische Umweltpolitik, so seine Kernthese, verstößt in weiten Teilen gegen das Subsidiaritätsprinzip, das im Maastrichter Vertrag verankert wurde" ...
    Handelsblatt, 31.10./01.11.1997 mehr...
  • Annotierte Bibliographie für die politische Bildung, 1998, 5.641
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