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Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Nach uns, ohne Öl

Auf dem Weg zu nachhaltiger Produktion

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 83

284 Seiten ·  24,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-770-4 (Mai 2010 )

 
 

In diesem Band setzen sich Menschen aus der Praxis mit der Frage auseinander, wie die Produktion eines Pkw, eines Möbels oder einer Waschmaschine im Jahre 2030 aussehen wird, zu einer Zeit also, wo wir Öl nicht mehr in dem Maße zur Verfügung haben werden wie heute.

Bedingt durch die demographische Entwicklung gekoppelt mit dem weltweit steigenden Pro-Kopf-Verbrauch an Rohstoffen, werden wir in den nächsten Jahrzehnten eine dramatische Rohstoffverknappung erleben. In erster Linie sind davon Metalle und Energierohstoffe betroffen, aber auch biotische und z. T. lokal und regional nichtmetallische, mineralische Rohstoffe. Wir müssen daher ein Ressourcen-Bewusstsein entwickeln und stärken. Rohstoffschonende und energieeffiziente Produktionsweisen stellen ebenso Möglichkeiten dar, die Rohstoffverknappung zu entschärfen, wie ein nachhaltiges Konsumverhalten durch nachhaltige Lebensstile.

  • Geleitwort
    Jochen Flasbarth

  • Einleitung
    Michael Angrick

  • Nachhaltigkeit in Zeiten des Ressourcenschutzes
    Michael Angrick

  • Nachhaltige Produktion - was ist das eigentlich?
    Karl Otto Henseling

  • Nachhaltigkeit in der Produktion aus der Sicht der Zukunftsforschung
    Rolf Kreibich

  • Werkstoffe im Fokus der Nachhaltigkeit. Werkstoffentwicklungen der nächsten Jahrzehnte
    Rolf Kümmel

  • Nachhaltigkeit mit Chemie
    Jörg Rothermel

  • Biotransformationsreaktionen in Mikrosystemtechnik - Visionen für die industrielle Biotechnologie
    Ralf Grote, Benedikt Schöpke, An-Ping Zeng und Garabed Antranikian

  • Nachhaltige Chemieproduktion
    Traute Fiedler

  • Produktion von umweltfreundlicher Informationstechnik. Globale Harmonisierung und Einigung auf wenige weltweite Umweltstandards dringend erforderlich
    Klaus Hieronymi

  • Nachhaltigkeit- Mit Stahl in die Zukunft
    Gerhard Endemann, Gunnar Still, Jens Traupe

  • Nachhaltige Automobilproduktion in Deutschland im Jahr 2030
    Dagobert Achatz

  • Produktionstechnische Prozesse in der modernen nachhaltigen Beschichtungstechnik
    Uwe König, Berthold Seßler, Ernst-Udo Sievers

  • Nachhaltigkeit bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln
    Ulrich Gromke und Joachim Wieting

  • Autorenverzeichnis
Welt-Sichten 5(2011 ()

"Die Hoffnung, dass politische Entscheidungen schnell den Übergang zu einer umweltgerechten Wirtschaft einleiten, hat mit dem Stocken der globalen Klimaverhandlungen einen Dämpfer erhalten. Manche Umweltbewegte setzen nun darauf, dass Teile der Wirtschaft im eigenen Interesse diesen Übergang vorantreiben. Die Äußerungen aus der Industrie in diesem vom Umweltbundesamt mit herausgegebenem Sammelband wecken da jedoch große Zweifel. ...

Unisono gehen sie davon aus, dass sie auch in Zukunft mehr Chemikalien, Autos oder Stahl produzieren werden, wenn auch mit weniger Energie pro Einheit oder auf Basis natürlicher Rohstoffe statt von Erdöl. Die Steigerung und Modernisierung der Produktion trage sogar zum Klimaschutz bei. Zum Beispiel erwartet Jörg Rothermel vom Verband der chemischen Industrie eine Verdoppelung der globalen Chemie bis 2030 und eine Steigerung der dadurch bedingten Treibhausgas-Emissionen um die Hälfte. Weil aber - richtige politische Rahmenbedingungen vorausgesetzt - viele chemische Produkte etwa der Dämmung von Gebäuden, der Erhöhung der Flächenerträge in der Landwirtschaft oder der Gewichtseinsparung bei Autos dienen und so anderswo Emissionen einsparen, trage mehr Chemie per saldo zum Klimaschutz bei. Das gleiche nehmen die Stahlhersteller und die Informationstechniker für sich in Anspruch. Nun ist richtig, dass es ohne Spezialstahl keine effizienten Kraftwerke und ohne Computersteuerung keine intelligenten Stromnetze gibt. Wie aber eine schnelle Verringerung des Energie- und Rohstoffverbrauchs möglich sein soll, wenn die Produktion sämtlicher Branchen wächst, bleibt ein Rätsel. Bisher bewirken alle Effizienzgewinne das nicht."



Ökologisches Wirtschaften, 1/2011, S. 56 ()

"An sich eine gute Idee, Zukunftskonzepte von Fachleuten aus den jeweiligen Produktionsbereichen zu sammeln. Die Leser sollten sich der fachlichen Hintergründe und Zugehörigkeiten der Autor(innen) jedoch bewusst sein. Inhaltliche Schärfe und begriffliche Eindeutigkeit variieren in den Artikeln stark. Insgesamt ist der Sammelband ein angenehmes Lesebuch, das unterschiedliche Perspektiven im Bereich nachhaltiger Produktion aufzeigt. Wünschenswert wäre ein Nachfolgeband, der konkret und klarer umrissen ein Produzieren ohne Öl thematisiert."

ekz-Informationsdienst, 2740389 ()

"Die von einem Mitarbeiter des Umweltbundesamtes herausgegebene Aufsatzsammlung enthält zunächst einführende Beiträge von Wissenschaftlern über die nachhaltige Herstellung von Gütern mit möglichst wenig Einsatz von Rohstoffen und Energie. Es folgen Aufsätze von Insidern über nachhaltiges Wirtschaften in der Chemie-, Stahl und Autoindustrie, der Informationstechnik und anderen Bereichen mit Ausblick auf das Jahr 2030. Dabei werden ungewöhnliche Einblicke in fortschrittliche Produktionsmethoden geboten. Es wird deutlich, dass praktische Erfolge in Richtung Nachhaltigkeit zweifellos vorhanden sind. Doch werden sie kaum ausreichen, um die Folgen der Bevölkerungsexplosion und der zunehmenden Knappheit an Rohstoffen auszugleichen. Der anspruchsvolle Band eignet sich gut als Ergänzung zu den ebenfalls Praxis und Theorie vereinenden "Faktor fünf", dem engagierten Plädoyer "Biokapital" von Andreas Weber oder dem verdienstvollen "Jahrbuch Nachhaltigkeit"."

Pro Zukunft 2010, heft 4, S. 26-27 ()

"Die einzelnen Branchen selbst sehen das Thema Nachhaltigkeit naturgemäß sehr einseitig. Jörg Rothermel betont etwa für die chemische Produktion, dass diese "in ihrer eigenen Produktion nachhaltig mit fossilen Ressourcen umgeht", gleichzeitig fordert er politische Rahmenbedingungen, die Europa nicht einseitig als politischen Vorreiter im Klimaschutz forcieren, damit die Produktion nicht dorthin abwandert, wo sie am billigsten ist. Klaus Hieronymi fordert im Hinblick auf die IT-Branche ebenfalls globale Rahmenbedingungen und die schnelle Entwicklung umweltfreundlicher Produkte, damit sich Unternehmen nicht weiterhin "kostenneutral" und damit "umweltunfreundlich" verhalten müssen. Von der Stahlherstellung erwarten sich die Autoren diesbezüglich keine großen Sprünge ... Weitere Überlegungen beziehen sich auf die Lebensmittelindustrie, die sich nur durch eine optimierte Technik erwartet, die Produktion umweltfreundlich und effizienter gestalten zu können und die Automobilindustrie, die darauf hinweist, dass mit Hochdruck an der Elektromobilität gearbeitet wird. Bedenkt man, dass es weltweit zirka 800 Millionen Kraftfahrzeuge gibt, die rund zehn Millionen Tonnen Öl pro Tag verbrauchen (das ist mehr als die Hälfte der täglichen weltweiten Ölproduktion), ist der Kraftfahrzeugverkehr mit Abstand der größte Erdölverbraucher der Welt und man könnte mehr innovative Ideen zur Abkehr vom fossilen Energieträger erwarten.

Alles in allem eine sehr ernüchternde Bestandsaufnahme nachhaltiger Produktion in den ausgewählten Branchen. Angesichts der in den nächsten Jahrzehnten zu erwartenden Rohstoffverknappung und der Notwendigkeit, verstärkt regenerative Energien zu nutzen, ist es wohl auch für die Industrie ein Gebot der Stunde, ein Ressourcen-Bewusstsein zu entwickeln."



http://www.european-circle.de/thema/buecher/meldung/datum/2010/08/27/macht-das-wachstum-uns-kaputt.html ()

Was kommt nach dem Öl? Die Sonne und der Wind, klar. Das aber ist nur eine der wichtigen Fragen, die unsere Zukunft mit entscheidet. Die andere lautet - und damit beschäftigt sich dieses Buch: Womit ersetzen wir das Öl, das die Industrie braucht, um unser Leben in Gang zu halten?... Lesen Sie hier den gesamten Artikel

Econitor Buchtipp http://www.econitor.de/magazin/lifestyle/service/buchtipps/nach-uns-ohne-oel-michael-angrick_9748.html ()

"Nachhaltige Produktion geht dem Präsident des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth zufolge von dem Anspruch aus, dass soziale Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Schutz der natürlichen Umwelt untrennbar zusammengehören. Aber was genau versteht man darunter in der Praxis?

Genau mit dieser Frage wurde der Herausgeber des Buches, Michael Angrick, regelmäßig konfrontiert, so dass die Idee reifte, ein Buch für jüngeren Kolleginnen und Kollegen zu schreiben. Durch die Lektüre sollen diese eine Vorstellung davon erhalten, was er und seine Abteilung im Umweltbundesamt ("Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung und Stoffkreisläufe") unter nachhaltiger Produktion verstehen und welche Arbeitsschwerpunkte dort in den nächsten Jahren verfolgt werden.

Herausgekommen ist ein Aufsatzband mit Beiträgen verschiedener Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Verbänden und dem Umweltbundesamt.

Der Leser erhält eine leider nur knappe Einführung in das Thema. Interessierte können allerdings die teilweise sehr ausführlichen Literaturlisten am Ende der Beiträge nutzen, um einen umfassenderen Einblick in die Thematik zu erhalten.

Obwohl sich dieses Buch wie bereits erwähnt an Wissenschaftler richtet, ist es auch für Laien verständlich geschrieben, allerdings schadet ein bestimmtes Vorwissen nicht und es sollte keine "frische" Einführung mit vielen Erläuterungen und anschaulichen Grafiken erwartet werden.

Zu bedauern ist, dass nur wenige Branchen zu dem Sammelband beigetragen haben, was leider für eine eingeschränkte Sichtweise auf den Sachverhalt sorgt. Dabei hatte Angrick eigenen Angaben zufolge Verbände verschiedener Industriebereiche bezüglich einer Veröffentlichung angesprochen, aber sehr unterschiedliche Reaktionen erhalten: Während die einen sofort absagten, wollten andere einen Beitrag liefern, was aber im Endeffekt am Veto einzelner Verbandsmitglieder scheiterte.

So haben es nur einige Beiträge, etwa der Chemie-, Biotechnologie-, Automobil- oder Lebensmittelindustrie, in den Band geschafft die zumindest einen ersten Eindruck vermitteln, wie die verschiedenen Branchen angesichts der Verknappung eines der wichtigsten Rohstoffe weltweit zu reagieren gedenken bzw. inwieweit sie diesbezüglich wirklich konsequent nach Alternativen suchen oder diese bereits entdeckt haben.




Der Autor
Dr. Michael Angrick
Michael Angrick

ist promo­vierter Diplom-Chemiker. Er ist seit 1986 Mitarbeiter am Umwelt­bundesamt und leitet dort seit August 2015 die Deutsche Emis­sionshandelsstelle.

[weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Welt-Sichten 5(2011 mehr...
  • "Insgesamt ist der Sammelband ein angenehmes Lesebuch" ...
    Ökologisches Wirtschaften, 1/2011, S. 56 mehr...
  • ekz-Informationsdienst, 2740389 mehr...
  • Pro Zukunft 2010, heft 4, S. 26-27 mehr...
  • Macht das Wachstum uns kaputt?
    http://www.european-circle.de/thema/buecher/meldung/datum/2010/08/27/macht-das-wachstum-uns-kaputt.html mehr...
  • Econitor Buchtipp http://www.econitor.de/magazin/lifestyle/service/buchtipps/nach-uns-ohne-oel-michael-angrick_9748.html mehr...
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