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Ein Verfahren zur optimalen räumlichen Allokation von Windenergieanlagen

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 85

194 Seiten ·  29,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-807-7 (September 2010 )

23 farbige Abbildungen und Karten

 
lieferbar sofort lieferbar

 
Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein Meilenstein auf dem Weg in eine klimaneutrale Energieproduktion. Er reduziert zugleich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und ist Voraussetzung für den Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland. Die Bundesregierung will damit sicherstellen, dass bis zum Jahr 2020 der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland bis auf 40% ansteigen kann. Der gegenwärtig bedeutendste und wirtschaftlichste erneuerbare Energieträger ist die Windenergie. Ihr Ausbau soll sowohl an Land (onshore) als auch auf See (offshore) vorangetrieben werden und in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung des 40%-Ziels leisten. Der Ausbau der Windenergie steht häufig im Konflikt mit Zielen des Immissions-, des Natur- und des Freiraumschutzes. Als Reaktion auf diese Konflikte wurden die rechtlichen Anforderungen an die Gewährung der Einspeisevergütung für Windstrom seitens des Bundes und die Standorte für Windenergieanlagen (WEA) seitens der Regionalplanung auf Länderebene verschärft. Dadurch kommt es faktisch zu einer Rationierung des Flächenangebots für WEA, und Land für die Windenergiegewinnung wird ein knappes Gut. Dieser Umstand wirft die Frage auf, ob erstens die Planungsbehörden bei der Flächenauswahl für die Windenergie den im Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) gesetzten Ansprüchen genügen, und zweitens ob die von den Planungsbehörden zur Verfügung gestellte Fläche hinreichend ist, um den Ausbau der Windenergie so zu fördern, dass er den gewünschten Beitrag für das Erreichen des 40%-Ziels für die erneuerbaren Energien insgesamt leistet. Das Buch Ein Verfahren zur optimalen räumlichen Allokation von Windenergieanlagen gibt erste Antworten auf die aufgeworfenen Fragen und bieten einen Lösungsansatz für die Minimierung bestehender Zielkonflikte beim Ausbau der Windenergie. Es ist im Rahmen des Projekts "Nachhaltige Landnutzung im Spannungsfeld umweltpolitisch konfligierender Zielsetzungen am Beispiel der Windenergiegewinnung (FlächEn)" entstanden, welches im Zeitraum 2007-2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunktes "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" gefördert wurde. Das in dem Buch vorgestellte Verfahren zielt auf eine Bewertung der negativen Effekte der Windenergie, die in der Ökonomie als Externalitäten bezeichnet werden. Dazu gehören Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch das Errichten von WEA ebenso wie unerwünschte Auswirkungen von WEA auf Vögel und Fledermäuse. Methodisch wird das Quantifizieren der Externalitäten der Windenergie durch den Einsatz von Choice Experimenten in zwei Untersuchungsregionen - Nordhessen und Westsachsen - erreicht. Die in den Untersuchungsgebieten gewonnenen empirischen Befunde geben Auskunft über Ausmaß und Umfang der Externalitäten der Windenergie für ein vorgegebenes Ausbauszenario. Sie werden im Rahmen eines räumlich expliziten ökologisch-ökonomischen Modellierungsverfahrens genutzt, welches eine wohlfahrtsorientierte Analyse und Bewertung der Regulierungspraxis zur Windenergie ermöglicht. Mit Hilfe des entwickelten Verfahrens lassen sich Aussagen zu wohlfahrts- bzw. volkswirtschaftlich optimalen WEA-Standorten in den Untersuchungsregionen ableiten, planungs- und raumordnungsrechtliche Verfahren beim Ausweisen von Nutzflächen für WEA bewerten und Empfehlungen für die Optimierung und Re-Optimierung der Landnutzung durch WEA geben.

Wolfgang Buchholz
Vorwort


I. Einführung

Cornelia Ohl
Zielkonflikte bei der Erzeugung von Windenergie – das FlächEn-Projekt

Martin Drechsler
Der Modellierungsansatz


II. Rahmenbedingungen

Jan Monsees
Zielvorgaben und Szenarien für die Entwicklung der Windenergienutzung

Jana Bovet
Rechtliche Rahmenbedingungen für die Ausweisung von Gebieten für Windenergie

Jan Monsees & Marcus Eichhorn
Auswahl und Kenndaten der Untersuchungsregionen Westsachsen und Nordhessen


III. Die Nachfragefunktion

Jürgen Meyerhoff und Martin Drechsler
Externe Effekte der Windenergie

Jürgen Meyerhoff
Analyse methodischer Aspekte der Choice Experimente und Ergebnisse der Online-Umfrage


IV. Die Angebotsfunktion

Marcus Eichhorn & Jana Bovet
Ermittlung des potenziellen Eignungsraumes für die Windenergienutzung unter physischen und rechtlichen Gesichtspunkten

Marcus Eichhorn
Ermittlung und Bewertung des energetischen Potenzials des Eignungsraumes

Marcus Eichhorn & Martin Drechsler
Artenschutzfachliche Bewertung des Eignungsraumes

Jan Monsees
Betriebswirtschaftliche Bewertung des Eignungsraumes


V. Integration von Nachfrage- und Angebotsfunktion

Martin Drechsler
Bestimmung der wohlfahrtsoptimalen Standorte für WEA

Martin Drechsler
Sensitivitätsanalyse


VI. Diskussion und Zusammenfassung

Jan Monsees, Marcus Eichhorn & Cornelia Ohl
Diskussion im Hinblick auf die Auswahl von Vorrang- und Eignungsgebieten

Karin Johst, Jan Monsees, Marcus Eichhorn, Jürgen Meyerhoff & Martin Drechsler
Grenzen der Modelle

Karin Johst
Zusammenfassung des Modellierungs- und Bewertungsverfahrens


Anhang

Björn Zehner
Zu den Einsatzmöglichkeiten einer Visualisierungsanlage bei der Evaluierung von Bevölkerungspräferenzen

Umweltjournal.de, 18.10.2010 ()

"Als Reaktion auf diese Konflikte wurden die rechtlichen Anforderungen an die Gewährung der Einspeisevergütung für Windstrom seitens des Bundes und die Standorte für Windenergieanlagen (WEA) seitens der Regionalplanung auf Länderebene verschärft. Dadurch kommt es faktisch zu einer Rationierung des Flächenangebots für WEA, und Land für die Windenergiegewinnung wird ein knappes Gut. Dieser Umstand wirft die Frage auf, ob erstens die Planungsbehörden bei der Flächenauswahl für die Windenergie den im Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) gesetzten Ansprüchen genügen, und zweitens ob die von den Planungsbehörden zur Verfügung gestellte Fläche hinreichend ist, um den Ausbau der Windenergie so zu fördern, dass er den gewünschten Beitrag für das Erreichen des 40%-Ziels bis zum Jahr 2020 für die erneuerbaren Energien insgesamt leistet.

Das Buch "Ein Verfahren zur optimalen räumlichen Allokation von Windenergieanlagen" gibt erste Antworten auf die aufgeworfenen Fragen und bieten einen Lösungsansatz für die Minimierung bestehender Zielkonflikte beim Ausbau der Windenergie. Es ist im Rahmen des Projekts "Nachhaltige Landnutzung im Spannungsfeld umweltpolitisch konfligierender Zielsetzungen am Beispiel der Windenergiegewinnung (FlächEn)" entstanden, welches im Zeitraum 2007-2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunktes "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" gefördert wurde.

Das in diesem Buch vorgestellte Verfahren zielt auf eine Bewertung der negativen Effekte der Windenergie, die in der Ökonomie als Externalitäten bezeichnet werden. Dazu gehören Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch das Errichten von WEA ebenso wie unerwünschte Auswirkungen von WEA auf Vögel und Fledermäuse. Mit Hilfe des entwickelten Verfahrens lassen sich Aussagen zu wohlfahrts- bzw. volkswirtschaftlich optimalen WEA-Standorten in den Untersuchungsregionen ableiten, planungs- und raumordnungsrechtliche Verfahren beim Ausweisen von Nutzflächen für WEA bewerten und Empfehlungen für die Optimierung und Re-Optimierung der Landnutzung durch WEA geben."




the editors
Dr. Jürgen Meyerhoff
Jürgen Meyerhoff has studied economics at the Free University Berlin and finished his PhD in Environmental Planning at the Technical University Berlin. He is working at the Institute of Landscape Architecture and Environmental Planning at the Technical University Berlin. His research interests are in environmental economics especially economic valuation of ecological goods and services. [weitere Titel]
Martin Drechsler
Physiker, Wissenschaftler am Departement Ökologische Systemanalyse des UFZ – Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle. [weitere Titel]
Dr. Ing. Jan Monsees
Jan Monsees geb. 1957. Vielfältige Tätigkeiten in Industrie, Consulting, Planung, universitärer Lehre und Forschung, zuletzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Umweltjournal.de, 18.10.2010 mehr...
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