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Thursday, September 19, 2019
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Zugänge zur Klimadebatte in Politikwissenschaften, Soziologie und Psychologie

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · Band 4

400 Seiten ·  38,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-940-1 (September 2012 )

 
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Der Klimawandel als vom Menschen verursachtes Phänomen erfordert zur adäquaten Problemanalyse und zur Entwicklung daran ansetzender Lösungsstrategie das Einnehmen einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Im vorliegenden Sammelband werden relevante Facetten des Klimawandels im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik und Ökonomie interdisziplinär beleuchtet und folgende Fragen erörtert:

  • Was sind die psychologischen, politischen und zivilgesellschaftliche Ursachen der Klimawandelproblematik und welche Hindernisse existieren bei der Etablierung wirksamer Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen?
  • Welche gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels sind zu erwarten, wenn ambitionierte Klimaschutzstrategien fehlschlagen?
  • Welche Chancen weisen spezifische Klimaschutzmaßnahmen auf, und welche Grenzen sind ihnen nicht nur durch technische Einschränkungen, sondern vor allem durch gesellschaftliche Strukturen und unbeabsichtigte Nebenfolgen gesetzt?

Der Band zielt darauf ab, Antworten auf diese drei zusammenhängenden Fragenkomplexe zu entwickeln und dadurch wichtige Beiträge für die notwendige gesellschaftliche Transformation hin zu mehr Klimaschutz zu leisten.

Felix Ekardt, Udo Kuckartz, Uwe Schneidewind & Markus Vogt
Zum Geleit: Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung

Tobias Ide, Angelika Gellrich & Tamina Christ
Einleitung. Der Klimawandel im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik und Ökonomie


Teil I: Psychologische, politische und (zivil-)gesellschaftliche Ursachen des Klimawandels und Hindernisse des Klimaschutzes

Jacob Schewe
Klimawandel und Intuition

Tobias Ide
Eine kurze Geschichte des Scheiterns. Oder: Warum wir wissen, dass es schlimm kommt, und trotzdem (fast) nichts ändern

Peter von Philipsborn
Instrumente der Umwelt- und Klimapolitik

Timmo Krüger
Die Stabilisierung des hegemonialen Diskurses der ökologischen Modernisierung in der internationalen Klimapolitik durch Carbon Capture and Storage (CCS)

Melanie Müller
Lobbyarbeit, Protest und ungleiche Teilhabe. Nichtregierungsorganisationen und soziale Bewegungen in der internationalen Klimapolitik


Teil II: Gesellschaftliche Folgen des Klimawandels

Wiebke Lass
Ökonomische Folgen des Klimawandels

Tobias Ide
Kriege und Gewaltkonflikte als Folge des Klimawandels?

Miriam Smidt
Globale Erwärmung und globaler Marsch: Flucht und Migration im Zeitalter des Klimawandels


Teil III: Grenzen und Chancen von Klimaschutzmaßnahmen

Tamina Christ
Milieuspezifischer Umgang mit dem Klimawandel. Eine Analyse des Klimabewusstseins und des klimarelevanten Verhaltens von RepräsentantInnen des postmateriellen, experimentalistischen und konsum-materialistischen Milieus in Deutschland

Angelika Gellrich
Umweltwerbung. Kann man über zielgruppengerechtes Design erfolgreich Werbung für den Klimaschutz machen?

Miriam Smidt
"Umweltbewusstsein" von türkischen MigrantInnen und Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland - Bestandsaufnahme

Maria Proestou
Windenergie am Beispiel der Insel Amorgos. Institutionen, Neigungen und Urteilsbildungsprozesse

Elif Gökpinar
Entwicklungen und Auswirkungen von Staudamm- und Bewässerungsprojekten in der Südosttürkei

Christoph Schimke
Klimaschutz mit Kohle: Die Kommunikation der CO2-Abscheidung

Kerstin Döscher & Julia Verlinden
Vom Wissen zum Handeln im Alltag - ein Selbstversuch unter KollegInnen zur Verwirklichung nachhaltiger Lebensstile

Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 14.03.2013, abgerufen am 28.03.2013. ()

"Der Band versammelt Beiträge, die sich jenseits naturwissenschaftlich?technischer Aspekte mit Fragen der Herbeiführung und Bemessung nachhaltiger Gesellschaften befassen. Während damit in wissenschaftspolitischer Hinsicht die mehr als berechtigte Forderung verbunden ist, dass nicht die Naturwissenschaften alleine mit dem Etikett der "Nachhaltigkeitswissenschaft" (9) versehen werden dürfen, verfolgen die Herausgeber mit der Präsentation ihrer Beiträge drei konkrete Ziele. Zum einen versuchen sie anstelle der Ursachen des Klimawandels seine gesellschaftlichen Auswirkungen - sowohl auf Makro? wie auch auf Mikroebene - in den Blick zu nehmen. Zum anderen ist es ihnen ein Anliegen, die Klimasozialforschung allgemeinverständlich darzustellen, sodass der Band auch für ein breites, außeruniversitäres Publikum zugänglich wird. Und schließlich wollen sie die Bandbreite der vertretenen Fachperspektiven über die bislang schon dominanten rechts? und wirtschaftswissenschaftlichen Ansätze hinaus auf die drei im Titel genannten Disziplinen ausweiten. Wie gut das gelingen kann, wird etwa anhand des Beitrages von Wiebke Lass deutlich. Lass geht der Frage nach, inwieweit monetäre, auf Kosten?Nutzen?Ansätzen basierende Projektionen künftiger Kosten des Klimawandels überhaupt einen adäquaten Entscheidungshintergrund für in diesem Zusammenhang einschlägige, allgemein verbindliche Entscheidungen abgeben: "Als 'rational' gilt meist nur, was sich auch wirtschaftlich 'rechnet'." (145) Zieht man jedoch in Betracht, dass sich etwaige künftige Klimakatastrophen auch jenseits gegenwärtig kalkulierbarer Modelle bewegen können, dann wird die im Grunde genommen nicht vorhandene Aussagekraft des Kosten?Nutzen?Ansatzes deutlich, der nur dann belastbare Aussagen generiert, wenn eine Eskalation in der Klimaentwicklung ausbleibt. Zudem scheint aus dieser Perspektive immer die Vorstellung einer Welt mit durch, die dann optimal - im betriebswirtschaftlichen Sinne - verläuft, wenn keine vermeintlich zusätzlichen Kosten für klimapolitische Maßnahmen entstehen. So perpetuiert sich, wie Lass zutreffend argumentiert, die Hegemonie der Skeptiker des Klimawandels beständig selbst, wohingegen Klimapolitik nicht nur in ihren einzelnen Maßnahmen, sondern in ihrer Zweckmäßigkeit überhaupt infrage gestellt bleibt."


the editors
Tamina Hipp, geb. Christ
Tamina Hipp, geb. Christ Soziologin, promoviert seit Oktober 2016 im Rahmen der Nachwuchsgruppe „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit – Ursachen und Alternativen“ (OHA). Die vom BMBF geförderte Nachwuchsgruppe ist ein Verbundprojekt mit dem Forschungsschwerpunkt Technologien der Mikroperipherik an der TU Berlin und dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration. 2010 bis 2016 war sie bei der Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH als Senior Research & Consultant in der Abteilung Sozialforschung mit dem Schwerpunkt Umweltsoziologie tätig. [weitere Titel]
Dr. Angelika Gellrich
Angelika Gellrich Mitarbeiterin im Fachbereich I 1.4 „Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum“ am UBA in Dessau; vorher wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität. Sie hat Psychologie an der Universität Göttingen sowie an der Universität von Padua (Italien) studiert. Seit 2004 ist sie aktives Mitglied der Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V. (IPU). [weitere Titel]
Dr. Tobias Ide
Tobias Ide seit Mai 2015 koordiniert Tobias Ide das Forschungsfeld „Frieden und Konflikt“ am Georg-Eckert-Institut. Er hat einen Magisterabschluss in Politikwissenschaft (Leipzig, 2011) und promovierte am Institut für Geographie der Universität Hamburg (2015). In seiner Dissertation untersuchte er den Zusammenhang von Klimawandel, (gewaltsamen) Konflikten und Kooperation mit einem Schwerpunkt auf methodischen Aspekten der Forschungsfelds. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Wie gut das gelingen kann, wird etwa anhand des Beitrages von Wiebke Lass deutlich." ...
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