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Monday, April 22, 2019
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Ökonomischer und soziologischer Institutionalismus

Interdisziplinäre Beiträge und Perspektiven der Institutionentheorie und -analyse

"Arbeitskreis politische Ökonomie"

Publikation des Arbeitskreises Politische Ökonomie

2. durchgesehene Auflage 2006 · 376 Seiten ·  34,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-415-2 (April 2003 )

Sachregister

 
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Die sozialwissenschaftlichen Disziplinen haben in den letzten Jahren wieder Fragen der Institutionenbildung und des Institutionenwandels ins Programm genommen und sich damit der handlungsregelnden Wirkungen von Institutionen erinnert. Für den soziologischen wie für den ökonomischen Institutionalismus ist damit die Herausforderung verbunden, Defizite und Schwächen ihres eigenen, klassischen Theorienbestandes zu bearbeiten und sich zu fragen, welche grundsätzlichen Entwicklungswege ihnen offen stehen und welche Konsequenzen diese für das Verhältnis der Disziplinen untereinander und für die Möglichkeit einer gemeinsamen bzw. komplementären empirischen Analyse institutioneller Regelungen wie des Marktes, der hierarchischen Organisation und der Arbeits- und Geldinstitutionen einer Gesellschaft haben können.

Michael Schmid, Andrea Maurer
Institution und Handeln

Probleme und Perspektiven der Institutionentheorie

Hartmut Esser
Institutionen als Modelle
Johannes Berger
Neoinstitutionalismus und Wirtschaftssoziologie
Michaela Haase
Rationales und soziales Handeln
Martin Held, Hans G. Nutzinger
Perspektiven einer Allgemeinen Institutionenökonomik
Manfred Moldaschl, Thomas Diefenbach
Regeln und Ressourcen
Klaus Gilgenmann, Jörg Glombowski
Institutionen als Elementareinheiten soziokultureller Evolution

Institutionentheorie und Transaktionskostentheorie

Dirk Ipsen
Transaktionskostenökonomie und soziologische Institutionentheorie
Niels Peter Thomas
Risikoentscheidungen und ihre Institutionalisierung
Hans Frambach
Vertrauen in der Neuen Institutionenökonomik

Interdisziplinäre Institutionenanalyse

Walther Müller-Jentsch
Akteure, Interessen, Institutionen
Britta Rehder
Betriebliche Bündnisse
Stephan Lessenich
Institutionelle Einbettung, strategisches Handeln und die routinisierte Zerstörung von Institutionen
Christoph Deutschmann
Geld, Kapital und Institutionen
Peter Spahn
Geld als Institution einer Marktökonomie
Peter Graeff
Aktiver oder passiver Staat?
Michael Nollert
Preisbildungsregime und Einkommensverteilung

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2004 ()

"Die Ökonomen haben die Institutionen wiederentdeckt und bedrohen damit den Besitzstand der Soziologen. Der von Andrea Maurer und Michael Schmid zusammengestellte Band kommt daher genau zur rechten Zeit. Dem Betrachter könnte es gleichgültig sein, wer sich in dieser Konkurrenz behauptet - wenn die Wissenschaften, die beide beanspruchen, das menschliche Handeln zu erklären, nicht ihre jeweils eigenen Denkgewohnheiten und Blickverengungen entwickelt hätten. ...

Die Soziologen neigen dazu, Subjektivität und individuelle Interessen für desintegrierend zu halten, also ausgeprägte Gemeinsamkeit als Voraussetzung der Zusammenarbeit, nicht etwa als deren Folge zu betrachten. Institutionen sollen deshalb das Handeln in die Richtung der kollektiven Ziele lenken. Die (vorherrschende neoklassische) Ökonomie scheint dagegen nur den eigennützigen isolierten Akteur zu kennen. Entsprechend haben die einen Mühe, das nichtkonforme Verhalten und die Veränderung in ihr System einzugliedern, während es den anderen schwerfällt, die Koordination zu erklären.

Die Gegensätzlichkeit dieser Denkstile spielt nicht nur in der Einleitung der Herausgeber, sondern auch in weiteren Beiträgen des Buches eine Rolle. ...

Auch dieser Sammelband ist nicht frei von den Problemen seiner Gattung. Manche Beiträge stehen zu dem Thema in einem eher mittelbaren Zusammenhang, ihre Anordnung führt den Gedankengang nicht immer auf geradem Weg voran. Doch lohnt sich in diesem Fall die Mühe, weil der rote Faden vorhanden ist. Der Band erlaubt in einer aufschlußreichen Weise den Vergleich der Erkenntnisprogramme der Soziologie und der Ökonomie. Und - ob man ökumenische Hoffnungen pflegen soll und will oder nicht - der Leser erfährt, warum diese beiden Sozialwissenschaften bislang nicht zu einer gemeinsamen Theorie des sozialen Handelns gefunden haben."

Utopie kreativ, Sept. 2003, S. 854-856 ()

"Es gehört zu den Verdiensten des Metropolis-Verlages, regelmäßig Arbeiten zum Institutionalismus zu veröffentlichen und dabei nicht vor den Herausforderungen der interdisziplinären Forschung zu kapitulieren. So vereinigt auch der vorliegende Band wirtschaftswissenschaftliche und soziologische Aufsätze zu Fragen der Bildung und des Wandels von Institutionen sowie zu deren handlungsregelnden Wirkungen in neuerer Zeit. Mit dieser Fragestellung ist der Anspruch verbunden, jeweils die Defizite und Schwächen des eigenen Theorieansatzes offen zu legen und zu prüfen, welche Lösungswege sich abzeichnen und welche Konsequenzen diese für das Verhältnis der Disziplinen untereinander sowie für ihre Kooperation bei der Analyse institutioneller Regelungen haben können.

Dabei gehen die Autoren zuversichtlich und unvoreingenommen vor, auch wenn sich der gegenwärtige Diskussionsstand nicht gerade durch die Hoffnung auszeichnet, 'Soziologen und Ökonomen könnten durch die Übernahme forschungsleitender Gesichtspunkte der jeweiligen Nachbardisziplin lernen' (S. 9). Da die 'Erklärung' sozialer Institutionen jedoch zu den Kernaufgaben der Sozialwissenschaften gehört, führt kein Weg daran vorbei, diese Aufgabe, wo sie getrennt nicht lösbar ist, gemeinsam anzugehen. Bisher jedoch gibt es hierfür nur wenige Versuche: allzu tief scheint der Graben, der sich zwischen ökonomischen und soziologischen Forschungsprogrammen auftut. Mit ihrem Buch versuchen die Herausgeber (und Autoren), dieser 'Inkommensurabilitätsthese' entgegenzutreten und einen Schritt in Richtung eines gemeinsamen Forschungsprogramms zu gehen. Dazu rekonstruieren sie zunächst die beiden, vermeintlich inkommensurablen, theoretischen Erklärungsmodelle, um dann zu zeigen, daß diese durchaus auf ähnlich gelagerten Annahmen und analogen Fragestellungen beruhen (S. 11 ff.).

Ohne die Unterschiede zwischen Ökonomie und Soziologie aus dem Auge zu verlieren, zeigen sie eine Reihe von Berührungspunkten', die es erlauben, die Frage nach einer 'ertragreichen Kooperation' bzw. einer noch 'genauer zu bestimmenden Arbeitsteilung zwischen Ökonomie und Soziologie' neu zu stellen. Ziel ist es dabei, schrittweise zu einer 'integrierten Handlungstheorie' zu kommen, welche geeignet ist, die 'beiden Schreckensmänner der Sozialwissenschaft', den homo oeconomicus und den homo sociologicus, zu entzaubern und die beiden, unabhängig voneinander entwickelten, Institutionentheorien, die ökonomische und die soziologische, auf eine 'gemeinsame handlungstheoretische Basis' (S. 35) zu stellen. Dies wird dann mit den im folgenden abgedruckten Beiträgen versucht, wirklich gelungen ist es jedoch bei weitem noch nicht. ..."

Wirtschaft und Gesellschaft, 4/2003, S. 597-602 ()

"In der jüngsten Zeit hat der Neoinstitutionalismus eine dramatische Verbreitung erfahren. Die internationalen Verlage für Wirtschaftswissenschaften widmen den einschlägigen Studien bereits eigene Katalog-Kapitel. Man muss daher dem Metropolis Verlag dafür Anerkennung zollen, dass er einer der ersten war, der sich in besonderem Maße der Publikation neoinstitutionalistischer Studien widmete. Und dieser Tradition ist er treu geblieben, indem er weiterhin interessante Arbeiten dieser Art veröffentlicht. Ein neues Beispiel dafür repräsentiert die Studie des Arbeitskreises 'Politische Ökonomie', welcher Nationalökonomen wie Soziologen zu gemeinsamer Erörterung des Institutionalismus vereinigte. Sie wird durch einen Beitrag der Herausgeber eingeleitet, in welchem diese darlegen, welche Determinanten, nach dem gegenwärtigen Stand der theoretischen Diskussion, das individuelle Handeln bestimmen. ...

Das besprochene Sammelwerk vermittelt einen lebendigen und farbigen Einblick in die neoinstitutionalistische Diskussion. Viele Aufsätze tragen dazu bei, die vorgegebene Problematik zu erhellen. Dennoch bleibt ein gewisses Unbehagen. Es fragt sich, ob die von den Herausgebern vorgenommene Gegenüberstellung der Positionen beider Disziplinen geglückt ist. Denn wenn man dazu die Neoklassik als Ausgangspunkt wählt, dann ist, auch wenn man die Kritik an dieser berücksichtigt, nicht viel zu gewinnen. ..."


the editors
Prof. Dr. Andrea Maurer
Andrea Maurer Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Wirtschaftssoziologie an der Universität Trier. [weitere Titel]
Prof. Dr. Michael Schmid
Professor für Soziologie an der Fakultät für Pädagogik der Universität der Bundeswehr München. Forschungsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Soziologische Revue, 2005, S. 348-351
  • "Der von Andrea Maurer und Michael Schmid zusammengestellte Band kommt daher genau zur rechten Zeit."
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2004 mehr...
  • "Es gehört zu den Verdiensten des Metropolis-Verlages, regelmäßig Arbeiten zum Institutionalismus zu veröffentlichen und dabei nicht vor den Herausforderungen der interdisziplinären Forschung zu kapitulieren. ...
    Utopie kreativ, Sept. 2003, S. 854-856 mehr...
  • "Das besprochene Sammelwerk vermittelt einen lebendigen und farbigen Einblick in die neoinstitutionalistische Diskussion." ...
    Wirtschaft und Gesellschaft, 4/2003, S. 597-602 mehr...
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